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Caritas-Kampagne 2018 betont Menschenrecht auf Wohnen

Archivmeldung vom 10.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Deutscher Caritasverband Kampagne 2018. Bild: "obs/Deutscher Caritasverband e.V./Darius Ramazani"
Deutscher Caritasverband Kampagne 2018. Bild: "obs/Deutscher Caritasverband e.V./Darius Ramazani"

"Wohnungsnot ist zu einer sozialen Wirklichkeit geworden, die gesellschaftspolitisches Konfliktpotenzial birgt", betont Caritas-Präsident Peter Neher heute zum Start der Caritas-Kampagne "Jeder Mensch braucht ein Zuhause". Zunehmend werden Familien, alte und einkommensschwache Menschen oder Studenten in Großstädten und Ballungsgebieten aus Stadtvierteln verdrängt.

Die aktuelle Caritas-Studie "Menschenrecht auf Wohnen" zeige deutlich, wie knapper Wohnraum und steigende Mieten tief in das Leben der Menschen eingreifen. "Immer mehr Menschen erfahren, dass sie nahezu chancenlos auf dem Wohnungsmarkt sind. Oder sie müssen mehr als ein Drittel ihres Einkommens für Miete und Wohnkosten ausgeben. Wenn zunehmend der Geldbeutel bestimmt, wie sich Stadtteile und Quartiere zusammensetzen, führt dies zu einem Auseinanderdriften von Milieus und schwächt so den gesellschaftlichen Zusammenhalt", macht Neher deutlich.

Um zu erfahren, wie die Bevölkerung das Problem wahrnimmt und welche Lösungsmöglichkeiten Unterstützung finden würden, hat das Institut IPSOS im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes eine repräsentative Befragung durchgeführt. Die Caritas-Studie zeigt, dass bezahlbares Wohnen neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den drängendsten politischen Themen gehört. In die Höhe schnellende Wohnkosten bewerten 79 Prozent der befragten Menschen als erhebliches Armutsrisiko. 77 Prozent der Befragten sehen demzufolge die Entwicklung von Kindern beeinträchtigt. Hohe Wohnkosten führen für drei Viertel der Befragten zu einer räumlichen Trennung von armen und reichen Menschen und begründen die Gefahr von Obdachlosigkeit.

Steigende Mieten und Wohnungsknappheit treffen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen. Auch Krankenschwestern, Polizisten oder Erzieherinnen spüren, dass bezahlbarer Wohnraum mittlerweile Mangelware ist. "Das Problem hat die Mitte unserer Gesellschaft erreicht. Als Wohlfahrtsverband prüfen wir Möglichkeiten, wie es gelingen kann, den Wohnraummangel zu minimieren und machen Projekte bekannter, die im Sozialraum den Zusammenhalt fördern", so Neher.

Unter der Kampagnen-Homepage www.zuhause-für-jeden.de finden sich praktische Beispiele, sozialpolitische Positionen und ein interaktives Spiel, das die Mietbelastung in verschiedenen deutschen Städten zeigt.

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. (ots)

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