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Philologenverband verlangt kleinere Klassen in Coronakrise

Archivmeldung vom 14.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Schüler und Schülerin in der Schule (Symbolbild)
Schüler und Schülerin in der Schule (Symbolbild)

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F001323-0008 / Brodde / CC-BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Deutsche Philologenverband fordert angesichts der Coronakrise die Klassen im nächsten Schuljahr spürbar zu verkleinern. "Schluss mit den großen Klassengrößen – in Corona-Zeiten darf keine Klasse über 25 Schüler und kein Kurs im neuen Schuljahr über 15 Schüler haben", sagte die Vorsitzende des Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Sie verwies zur Begründung auf eine Aussage der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD): "Wenn die Abstandsregeln so bleiben, wie sie sind, heißt das: Auch im kommenden Schuljahr werden schon allein räumlich weniger Schüler als sonst gleichzeitig in der Schule sein können", hatte Hubig den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" gesagt. Darauf müsse man sich auf jeden Fall vorbereiten.

"Genau wie es die KMK-Präsidentin Hubig sagt: Wir müssen uns im neuen Schuljahr voraussichtlich auf ein Nebeneinander von Präsenz- und Fernunterricht einstellen", so Lin-Klitzing. Damit die Schüler im nächsten Schuljahr "zumindest kontinuierlich jede zweite Woche oder jeden zweiten Tag" beschult werden könnten, dürften die Klassengrößen "nicht größer als 25 sein", so die die Vorsitzende des Philologenverbandes weiter. Denn dann seien sie so teilbar, dass im Klassenraum die 1,5 Meter Abstand eingehalten werden könnten, wenn zwölf oder 13 Schüler in jeder "halbierten Klasse" seien. Die Kurse in der Oberstufe sollten auf maximal 15 Schüler gesenkt werden.

"Dann können sie ausreichend Unterricht erhalten, um gut auf ihr Abitur vorbereitet zu werden", sagte Lin-Klitzing. Lehrermangel sei da "keine Ausrede", denn die großen Gruppengrößen gebe es "im Wesentlichen in den weiterführenden Schulen." Lehrer für die weiterführenden Schulen und insbesondere für das Gymnasium gebe es aber nach der Statistik der Kultusministerkonferenz genug. "So kann wenigstens im neuen Schuljahr gewährleistet werden, dass die Schüler genügend Präsenzunterricht bekommen", sagte Lin-Klitzing den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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