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EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm ruft zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf

Archivmeldung vom 26.01.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 26.01.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Die Antoniterkirche Köln 1940. Kirchen und 3. Reich arbeiten Hand in Hand und unterstützen auch heute noch jede Form von extremistischer Gewaltherrschaft (Symbolbild)
Die Antoniterkirche Köln 1940. Kirchen und 3. Reich arbeiten Hand in Hand und unterstützen auch heute noch jede Form von extremistischer Gewaltherrschaft (Symbolbild)

Lizenz: ev. Gemeinde Köln
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Anlässlich des bevorstehenden Tags des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zu Wachsamkeit gegen Antisemitismus aufgerufen und dabei auch an die Schuld der christlichen Kirchen im Nationalsozialismus erinnert.

Bedford-Strohm: "Wer euch antastet, der tastet meinen Augapfel an", diese biblische Botschaft nach Sacharja 2,12, die der Theologe Dietrich Bonhoeffer im November 1938 in einem Brief an seine ehemaligen Vikare zitiert ha, sei ein Wort über die Juden, so Bedford-Strohm: "Bonhoeffer war einer der wenigen Theologen im Dritten Reich, der die ganze theologische Abgründigkeit der Judenverfolgung verstanden habe. "Eine Verstoßung der Juden aus dem Abendland" - so hat er gesagt - "muss die Verstoßung Christi nach sich ziehen; denn Jesus Christus war Jude."

Auch in diesem Jahr unterstützt Bedford-Strohm die internationale Kampagne weremember, die dafür wirbt, die Millionen ermordeten Menschen nie zu vergessen: "Es ist gut, dass wir in Deutschland eine Erinnerungskultur entwickelt haben, die das unfassbare Leid präsent hält, das Juden in unserem Land angetan worden ist. Weil wir es nicht vergessen, werden wir mit aller Entschiedenheit denen widerstehen, die heute dieses mörderische antisemitische Gedankengut wieder salonfähig zu machen versuchen."

Zugleich wirbt der EKD-Ratsvorsitzende dafür, das gelebte Judentum besser kennenzulernen. "Wir wollen in diesem Jahr, in dem wir 1700 Jahre Judentum in Deutschland feiern, noch viel mehr als bisher den Reichtum dessen wahrnehmen, was das Judentum für unsere Kultur und Gesellschaft heute bedeutet. Mich jedenfalls macht dieser Reichtum von Herzen dankbar! Wir sollten ihn uns nicht entgehen lassen!", so Bedford-Strohm.

Quelle: EKD Evangelische Kirche in Deutschland (ots)


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