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Gemeinsam durch die Energiekrise: Diakonie und Kirche starten Aktion #wärmewinter

Archivmeldung vom 27.09.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.09.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Kirchenchor (Symbolbild)
Kirchenchor (Symbolbild)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Diakonie Deutschland rufen angesichts der hohen Belastung vieler Menschen durch die gestiegenen Energiepreise die Aktion #wärmewinter ins Leben. Diakonie und Kirche öffnen in diesem Herbst und Winter ihre Türen und schaffen in ganz Deutschland wärmende Orte, wo Betroffene Hilfe erhalten, sich aber auch über ihre Rechte informieren können.

Außerdem soll die Aktion auf die vielen bereits bestehenden Angebote von Diakonie und Kirche hinweisen, darunter zum Beispiel die Allgemeine Sozialberatung oder die Schuldnerberatung. Mit der gemeinsamen Kampagne setzen Diakonie und Kirche ein Zeichen gegen soziale Kälte und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Weitere Informationen und Materialen finden Sie auf www.waermewinter.de

Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD): "Viele sorgen sich vor der Kälte. Vor der fühlbaren Kälte in den eigenen vier Wänden - und vor der bürokratischen Kälte in den Kündigungsschreiben von Energieversorgern und Vermietern. Uns Kirchen kommt in diesem Winter eine besondere Verantwortung zu: Wir sind in unserer christlichen Verantwortung dazu gerufen, der Kälte mit Herzenswärme zu begegnen. Es gilt, unsere Räume all jenen zu öffnen, die Hilfe benötigen, und uns für diejenigen einzusetzen, deren Stimmen nicht gehört werden."

Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland: "Mit dem #wärmewinter wollen wir ein Zeichen setzen, dass Kirche und Diakonie niemanden alleine in der Kälte stehen lassen. Sozialer und realer Kälte setzen wir - wie populistischen Versuchen unsere Gesellschaft zu spalten - praktische Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit entgegen und tun dies bereits in vielen Beratungsstellen und Einrichtungen. Mit der Aktion verbinden wir die Hoffnung, dass sich viele weitere lokale Initiativen und Kirchengemeinden anschließen, mit viel Kreativität weitere Angebote schaffen und sich untereinander und mit der Diakonie vor Ort vernetzen. Daneben setzen wir darauf, dass der #wärmewinter in die Köpfe und Herzen auch der Menschen dringt, die sich keine finanziellen Sorgen machen müssen und die steuerlichen Entlastungen der Regierung, wie die 300 Euro Energiepauschale, gar nicht benötigen. Wir appellieren an alle, die das Geld nicht brauchen: Geben sie es direkt an die Mitmenschen weiter, die es dringender benötigen - über eine Spende an eine soziale Einrichtung, eine Initiative oder die direkte Unterstützung der Nachbarn."

Seit Monaten weist die Diakonie darauf hin, dass Menschen in der Grundsicherung oder im Wohngeldbezug, Einkommensarme, Kinder, Rentnerinnen und Rentner angesichts steigender Energiepreise sofort mehr finanzielle Unterstützung benötigen. Unser Vorschlag: Diesen Menschen soll jeden Monat 100 Euro mehr über eine vom Bundestag zu verabschiedende Notlagenregelung unkompliziert, schnell und unbürokratisch ausgezahlt werden. Wenn der Bundestag eine soziale Krise von nationaler Tragweite feststellt, soll dies zunächst für sechs Monate gelten. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) würden hierdurch die nach Einkommen unteren 20 Prozent der Haushalte wirksam entlastet werden und einen ausreichenden Ausgleich für die zunehmenden Belastungen durch Inflation und Energiepreissteigerungen erhalten. Diese Haushalte geben nahezu zwei Drittel ihres Einkommens für Wohnen und Essen aus und sind von den Preissteigerungen am stärksten betroffen. Das 3. Entlastungspaket der Bundesregierung ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings reichen 50 Euro für Menschen in der Grundsicherung ab Januar nicht, um durch die Wintermonate zu kommen. Das Geld wird jetzt benötigt. Das gilt auch für das Kindergeld. 18 Euro Erhöhung ab Januar gleichen weniger als die Hälfte der gestiegenen Belastungen aus.

Quelle: EKD - Evangelische Kirche in Deutschland (ots)

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