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Amerikaner sind selbstsüchtig

Archivmeldung vom 07.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Freiheitsstatue: Amerikaner wollen eigenständig sein. Bild: pixelio.de, A. Damm
Freiheitsstatue: Amerikaner wollen eigenständig sein. Bild: pixelio.de, A. Damm

US-Amerikaner haben kein Gemeinschaftsgefühl und handeln eigennützig. Zu dieser Erkenntnis ist eine aktuelle Untersuchung der Stanford University gekommen, die betont, dass diese Kultur den Wunsch nach Unabhängigkeit hegt und sich das auch in ihrem Handeln auswirkt. Zwar unterstützt die Bevölkerung die Theorie der gemeinschaftlichen Arbeit - das Denken und die Sorge um Andere wirkt sich auf die Praxis jedoch nur gering aus, betonen die Forscher.

Sie haben verschiedene Tests unter anderem zur Motivation und Unabhängigkeit durchgeführt. Das Ergebnis: Weiße Amerikaner waren dabei weniger motiviert, die Aufgaben zu lösen wenn die Aufgabenstellung war, an Nachhaltigkeit und einen längerfristigen Nutzen zu denken. Bei Team-Work setzten sie zudem weniger körperliche Kraft für die Aufgaben ein. Laut den Experten lassen sich Amerikaner nur dann zu einem nachhaltigen Handeln bewegen - sich beispielsweise für den Naturschutz einzusetzen - wenn sie den Nutzen daraus für sich selbst erkennen.

"Ich würde nicht von 'selbstsüchtig' reden, denn dieses Wort ist negativ konnotiert. Vielmehr sind die US-Amerikaner selbstständig, was auf dem Individualismus beruht", erläutert Andreas Leisner, Universitätsassistent für Amerikastudien der Universität Innsbruck, im pressetext-Interview. Dieser Individualismus lässt sich historisch weit zurückverfolgen, wobei die Puritaner als Wegbereiter gesehen werden können.

Gegen Abhängigkeit vom Staat

"Die Puritaner waren streng religiös und haben an die Prädestinationslehre, also daran geglaubt, dass es ihnen vorbestimmt war, in die Hölle oder den Himmel zu kommen", sagt er. Aus diesem Grund beschäftigten sie sich mit sich selbst und schrieben ihre eigenen spirituellen Autobiographien, um herauszufinden, ob sie errettet werden. Dies waren die Anfänge für die Auseinandersetzung mit dem Individuum.

Benjamin Franklin hat später diese religiöse Selbstständigkeit in seiner Autobiographie in eine ökonomische Richtung gelenkt und eröffnet, wie der Mensch selbst pragmatisch zu seinem Erfolg kommen kann. "Abhängigkeit steht im Widerspruch zu dieser Philosophie des Individualismus, was sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn der Staat Eingriffe in diese Selbstbestimmung vornimmt, wie zuletzt etwa bei der Debatte ums Gesundheitssystem", schließt Leisner ab.

Quelle: www.pressetext.com/Andreea Iosa

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