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Zahl der neu erkrankten psychisch belasteten Soldaten steigt wieder an

Archivmeldung vom 04.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gabi Eder / pixelio.de
Bild: Gabi Eder / pixelio.de

Wiewohl die Kampfeinsätze der Bundeswehr seit gut vier Jahren beendet sind, haben die Neuerkrankungen der Soldaten mit posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Das berichtet die Düsseldorfer "Rheinische Post" (Montag) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf Linken-Anfrage.

Danach registrierte die Bundeswehr im vergangenen Jahr 182 Neuerkrankungen, nach 175 im Jahr 2016 und 170 im Jahr 2017. Nach Ministeriums-Angaben hat es in den drei Jahren keine Recreation-Maßnahmen gegeben. Die Linken-Politikerin Helin Evrin Sommer kritisierte, dass trotz unverändert hoher Neuerkrankungen "die therapeutischen Spezialbehandlungen zur Recreation auf Null zusammengestrichen" worden seien. "Das erweckt den Verdacht, dass Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei der Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten spart und als oberste Dienstherrin bei ihrer Fürsorgepflicht versagt", sagte Sommer. Bei einer "Recreation" handelt es sich um eine mehrtägige Kurzerholung für Soldaten mit extremen psychischen Belastungen. Sie dient der Regeneration und Stabilisierung.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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