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Jutta Allmendinger: "Geld für Spitzenforschung in Frühförderung von Kindern stecken"

Archivmeldung vom 06.10.2007

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.10.2007 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Jens Brehl

Die Chefin des Wissenschaftszentrum Berlin (WZB), Jutta Allmendinger, fordert die Abschaffung der Dreigliedrigkeit im deutschen Schulsystem. Gleichzeitig warnte sie vor dramatisch wachsender Bildungsarmut. Dem "Tagesspiegel am Sonntag" sagte sie: "Wir müssen die Schulen revolutionieren, müssen die Dreigliedrigkeit abschaffen für ein System von Gemeinschafts- und Ganztagsschulen. Dazu ein Mix von Lehrern und mehr Sozialpädagogen als heute."

Allmendinger kritisierte, dass "wir uns in Deutschland bei der Diskussion um bessere Bildung ausschließlich auf die Exzellenz-Universitäten konzentrieren". Sie forderte: "Nehmen wir etwas Geld für die Spitzenforschung und verwenden es für die Frühförderung unserer Kinder. Sonst lassen wir Potenziale liegen." Allmendinger betonte den Zusammenhang von Bildungsarmut und Hartz IV. "In Deutschland wird Armut schon immer vererbt. Das hat noch zugenommen. Die bildungsfernen Hartz-IV-Empfänger sind auch die Langzeitarbeitslosen ohne Bezug zum Erwerbsleben. Die Arbeitsmarktferne übertragen sie auf ihre Kinder, Bildung wird nicht mehr als wichtig empfunden, sondern als zwecklos", sagte Allmendinger.

Quelle: Pressemitteilung Der Tagesspiegel


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