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"Atalanta": Fregatte "Brandenburg" läuft zur Anti-Piraterie-Mission aus

Archivmeldung vom 12.06.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.06.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Die Fregatte Brandenburg in See. Bild: Deutsche Marine
Die Fregatte Brandenburg in See. Bild: Deutsche Marine

Am kommenden Montag, 15. Juni, verlässt die Fregatte "Brandenburg" um 10 Uhr ihren Heimathafen Wilhelmshaven. Unter der Führung ihres Kommandanten, Fregattenkapitän Torsten Ites (43), nimmt die Besatzung direkten Kurs Richtung Dschibuti.

Dort wird das Schiff am 3. Juli seine Aufgaben in der europäischen Anti-Piraterie-Mission "Atalanta" übernehmen. Dazu gehört der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms - in Einzelfällen auch von zivilen Schiffen - und die Überwachung des Seegebietes vor Somalia. Von großer Bedeutung ist dabei die Abschreckung, Verhütung und Beendigung von Akten der Piraterie. Der Kommandant hat seine Besatzung, darunter 14 Brandenburger, gewissenhaft vorbereitet. Denn das, was das Schiff erwartet, "ist einer der komplexesten und schwierigsten Einsätze, den zurzeit eine Fregatte leisten kann. Der Einsatz im Indischen Ozean wird von besonderer Qualität sein und von Besatzung und Schiff alles abfordern", so der Cuxhavener Ites.

Zahlreiche Spezialisten an Bord

Die Besatzung der "Brandenburg" wird extra für den Einsatz durch Spezialisten verstärkt. Dazu zählen sogenannte Boardingsoldaten und Marineschutzkräfte aus Eckernförde, Piloten und Hubschraubertechniker aus Nordholz, ein Dolmetscher und ein Rechtsberater. Aus den Soldaten der Marineschutzkräfte wird das sogenannte Vessel Protection Detachment (VPD) gebildet. Das Team wird mittels Hubschrauber oder Speed-Boot an Bord ziviler Handelsschiffe gebracht. Sie sorgen so auf der Durchfahrt gefährdeter Gewässer für deren Sicherheit. Die Schutzteams werden bereits regelmäßig an Bord der Schiffe des Welternährungsprogramms zwischen Mombasa und Mogadischu eingesetzt.

Hintergründe zu "Atalanta"

Der Deutsche Bundestag beschloss am 19. Dezember 2008, dass sich Deutschland an der Anti-Piraterie-Mission der Europäischen Union (EU) beteiligen wird. Die Mandatsobergrenze der Deutschen wurde auf 1.400 Soldaten festgelegt. Diese erste maritime Mission der Europäischen Union führt den vollständigen Namen "EU NAVFOR / Operation Atalanta". Das Einsatzgebiet umfasst ein Gebiet von fünf Millionen Quadratkilometern und reicht mittlerweile bis zu den Seychellen. Hinzu kommt der Luftraum über diesen Seegebieten. Das Einsatzgebiet ist mehr als zehn mal so groß wie Deutschland.

Somalia gehört zu den größten Krisengebieten weltweit. Die humanitäre Hilfe durch Lieferungen des Welternährungsprogramms erfolgt zu 90 Prozent auf dem Seeweg. Der Schutz durch die Operation "Atalanta" ist daher für die Versorgung der somalischen Bevölkerung mit Lebensmitteln von zentraler Bedeutung. Durch das Seegebiet von Somalia und vor allem durch den Golf von Aden führt außerdem die wichtigste Handelsroute zwischen Europa der arabischen Halbinsel und Asien. Deutschland hat als Exportnation an sicheren Handelswegen ein besonders großes Interesse. Es ist gleichzeitig auf den Import von Rohstoffen angewiesen, die zu einem großen Teil auf dem Seeweg ins Land gelangen.

Quelle: Deutsche Marine

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