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Rauschgiftkriminalität steigt weiter an

Archivmeldung vom 27.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Intravenöser Heroinkonsum
Intravenöser Heroinkonsum

Foto: Philipp von Ostau
Lizenz: FAL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist im Jahr 2020 weiter gestiegen. Insgesamt wurden 365.753 Fälle polizeilich registriert, teilten das Bundeskriminalamt und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), am Dienstag mit.

Dies war ein Anstieg um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der größte Zuwachs der Handelsdelikte war im Jahr 2020 bei den sogenannten Neuen Psychoaktiven Stoffen (NPS) zu verzeichnen. Die Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 16,2 Prozent. Bei Kokain stiegen die Delikte im gleichen Zeitraum um 9,6 Prozent, bei Crystal um 7,2 Prozent. Das meistgehandelte Betäubungsmittel war mit 31.961 erfassten Fällen auch 2020 Cannabis, gefolgt vom Amphetamin mit 5.581 erfassten Delikten. Rückläufig hingegen war der Handel mit Heroin: Die der Polizei bekannt gewordenen Fälle gingen gegenüber 2019 um 4,9 Prozent zurück. Bei Gruppierungen der Organisierten Kriminalität war der Rauschgifthandel auch 2020 ihr größtes Betätigungsfeld. Erneut wurden über ein Drittel der Verfahren wegen des Verdachts des Rauschgifthandels oder -schmuggels geführt. Die Erkenntnisse aus diesen Verfahren zeigen auch, dass die Gewaltbereitschaft im Bereich des organisierten Rauschgifthandels steigt. 284.723 Tatverdächtige wurden im Jahr 2020 ermittelt. Eine zunehmende Zahl von ihnen war bewaffnet. Die Einschränkungen der Covid-19-Pandemie hatten kaum Einfluss auf die Rauschgiftkriminalität. Drogen sind weiterhin in hohem Maße verfügbar. Die Vertriebs- und Bezugsmöglichkeiten des mittlerweile etablierten Online-Handels werden verstärkt genutzt, da der Post- und Paketversand im Vergleich zu anderen Transportmöglichkeiten von den Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus nicht betroffen war.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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