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Lafontaine ist gegen Corona-Impfung bei Kindern

Archivmeldung vom 19.05.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.05.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Oskar Lafontaine (2012)
Oskar Lafontaine (2012)

Foto: FlickreviewR
Lizenz: CC BY 2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Aktuell wird eine Ausweitung der Corona-Impfkampagne auf Kinder und Jugendliche diskutiert. Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Saarland, Oskar Lafontaine, ist dagegen, da noch zu wenig über die Langzeitfolgen der Impfungen bekannt sei. Auf Facebook stellt der Ex-SPD-Chef und Ministerpräsident einen drastischen Vergleich. Dies schreibt das russische online Magazin „SNA News“ .

Weiter ist auf deren deutschen Webseite dazu folgendes zu lesen: "„Als man gegen Aids einen Impfstoff einsetzte, stellte man erst nach anderthalb Jahren fest, dass ein gegenteiliger Effekt eintrat: Die Geimpften wurden anfälliger für Infektionen", schreibt der ehemalige SPD-Vorsitzende und jetzige Chef der Linken im Saarland Oskar Lafontaine in einem Facebook-Eintrag.

Lafontaine, der selbst einmal Ministerpräsident im Saarland war, spricht sich vorerst gegen ein Impfangebot für Kinder aus.

„Jetzt auch alle Kinder impfen? Verantwortungslos, solange Langzeitfolgen nicht bekannt sind!“, heißt es auf der Facebook-Seite des Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Saarland.

Er spricht auch von einer „interessengeleiteten Empfehlung der Pharma-Industrie“.

Kinderimpfungen sollen im Sommer starten

Im Saarland sollen Kinder ab zwölf Jahren noch in diesem Sommer ein Impfangebot gegen Covid-19 bekommen.

„Unser Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen so schnell es geht, ein Impfangebot zu machen", sagte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) vergangene Woche im Saarbrücker Landtag. Sobald die europäische Arzneimittelbehörde (Ema) einen Impfstoff für Kinder oder Jugendliche eines bestimmten Alters freigegeben hätte, würden die Saarländer loslegen.

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Die Impfung von Kindern sei bei der Bewältigung der Pandemie in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung, sagt Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko). Zunächst könnten besonders Kinder mit Vorerkrankungen geschützt werden – diese sollten nach einer Zulassung zuerst geimpft werden.

Dennoch warnt die Stiko vor zu viel Eile: Vor einer generellen Impfempfehlung für Kinder steht laut Mertens eine sehr genaue Prüfung der Daten zu Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit der Impfung bei ihnen. Für sie brauche es unbedingt eine eigene Zulassung, betont Mertens, denn „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen“, wird Mertens von der Deutschen Presse-Agentur (DPA) zitiert.

Dass Kinder wegen ihres besonders aktiven Immunsystems besonders heftig auf eine Impfung reagieren könnten, könne nicht ausgeschlossen werden, sagt Stiko-Chef Mertens. „Insgesamt ist auch ein etwas anderes Nebenwirkungsspektrum möglich.“ Impfreaktionen seien bei jüngeren Erwachsenen bei Corona-Impfstoffen häufiger als bei älteren Menschen, so Mertens. Die immunologische Erfahrung mit anderen humanen Coronaviren sei bei Kindern wesentlich geringer."

Quelle: SNA News (Deutschland)

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