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2.291 Geflüchtete stellten Suchanfragen beim DRK

Archivmeldung vom 24.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Susann von Wolffersdorff / pixelio.de
Bild: Susann von Wolffersdorff / pixelio.de

Noch immer suchen tausende Geflüchtete über den Vermisstensuchdienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ihre Angehörigen. Im vergangenen Jahr seien 2.291 neue Anfragen beim Suchdienst eingegangen, teilte das DRK den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit.

Das seien rund 500 weniger als im Vorjahr, damals seien es 2.744 neue Anfragen gewesen. Wenn man bedenke, dass die Zahl der Flüchtlinge, die 2018 neu nach Deutschland gekommen sind, stark gesunken ist, sei die Zahl der Suchen immer noch auf einem "sehr hohen Niveau", sagte Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des DRK. "Für viele Menschen, die infolge von bewaffneten Konflikten, Katastrophen oder durch Flucht und Migration von ihren Angehörigen getrennt wurden, ist der DRK-Suchdienst die letzte Hoffnung", so Hasselfeldt weiter.

Hauptherkunftsländer der Suchenden und Gesuchten seien Afghanistan, Syrien, Somalia und Eritrea. Ungebrochen hoch sei auch das Interesse am Suchdienst der Gesellschaft für Menschen, die seit dem Zweiten Weltkrieg vermisst werden. 2018 seien 8.939 neue Anfragen eingegangen. Im Vergleich zu 2017 sei die Zahl damit leicht gestiegen. "Dieses Thema beschäftigt zahlreiche Familien in Deutschland auch fast 74 Jahre nach Kriegsende immer noch sehr stark", sagte Hasselfeldt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

"Viele Menschen wollen heute noch wissen, was mit ihren Angehörigen damals geschehen ist." Bis heute seien noch etwa 1,3 Millionen Suchanfragen von Menschen, die infolge des Zweiten Weltkrieges oder Flucht und Vertreibung vermisst wurden, ungeklärt. In etwa 40 Prozent der Fälle kann nach Angaben des DRK "schicksalsklärende" Auskunft gegeben werden. Bei der internationalen Suche, die vor allem in den vergangenen Jahren geflüchtete Menschen nutzen, liege die Quote bei etwa 50 Prozent.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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