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Lindau/Bregenz: Im Kofferraum gemütlich gemacht/ Bundespolizei greift sieben Migranten in Pkw auf

Archivmeldung vom 25.04.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.04.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Bild: Polizei
Bild: Polizei

Am Samstagabend (23. April) hat die Bundespolizei am Grenzübergang Hörbranz sieben unerlaubt einreisende tunesische Migranten in einem Pkw aufgegriffen. Der mutmaßliche Schleuser, dem ein vierstelliger Betrag für die Fahrt versprochen worden war, sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft.

Lindauer Bundespolizisten stoppten auf der BAB 96 den tunesischen Fahrer eines in Frankreich zugelassenen Mietwagens. Der 44-Jährige führte lediglich seine gültigen französischen Dokumente, Aufenthaltstitel und Führerschein, bei sich. Seinen Reisepass hatte der in der Nähe von Paris wohnhafte Fahrzeuglenker angeblich daheim gelassen. Im Auto befanden sich außerdem noch vier tunesische Landsleute im Alter zwischen 22 und 26 Jahren.

Die Mitfahrer konnten lediglich österreichische Asylkarten vorweisen, die jedoch nicht die Einreise nach Deutschland legitimierten. Die Bundespolizisten entdeckten bei der Nachschau im Fahrzeug noch zwei weitere Männer, 28- beziehungsweise 37-Jahre alt, die im Kofferraum lagen und mit Kissen sowie Proviant ausgestattet waren. Bei dem Pkw handelte es sich zwar um einen Siebensitzer, jedoch befanden sich die zwei Männer ungesichert auf den zusammengeklappten Rücksitzen. Auch diese beiden tunesischen Staatsangehörigen waren lediglich im Besitz österreichischer Asylkarten. Nach Angaben des Fahrzeuglenkers befand sich die Reisegruppe auf dem Weg nach Frankreich. Für die Mitnahme von Bregenz nach Paris seien dem arbeitslosen 44-Jährigen von einem Freund 500 Euro pro Person versprochen worden.

Die Bundespolizisten zeigten alle sieben Insassen wegen versuchter unerlaubter Einreise an. Der Fahrer muss sich außerdem wegen versuchten Einschleusens von Ausländern verantworten. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Kempten stellten die Beamten die Smartphones des Fahrers sowie des 37-jährigen Insassen, welche die Fahrt untereinander abgesprochen hatten, sicher. Die in Österreich als Asylbewerber registrierten Migranten wurden an das "AnKER-Zentrum" Augsburg weitergeleitet. Die Beamten führten den mutmaßlichen Schleuserfahrer am Sonntagvormittag beim Amtsgericht Kempten vor und lieferten den Beschuldigten anschließend in Untersuchungshaft in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

Quelle: Bundespolizeidirektion München (ots)

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