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Red Bull Crashed Ice World Championship in Are: Deutsche Pechvögel und stürzende Favoriten

Archivmeldung vom 20.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Red Bull Deutschland GmbH
Bild: Red Bull Deutschland GmbH

„Back to the roots“ ging es am 17. und 18. Februar bei der Red Bull Crashed Ice World Championship im schwedischen Are. Vor elf Jahren fand das Ice-Cross–Downhill-Spektakel in Stockholm seine Geburtsstunde, 2012 ging es nun zurück ins skandinavische „Mutterland“. Den deutschen Cracks brachte das dritte WM-Rennen allerdings kein Glück: Nur Titelanwärter Fabian Mels und Ex-Weltmeister Martin Niefnecker schafften es am Samstag überhaupt unter die Top 64. Beide versäumten dort jedoch das Viertelfinale.

„Das war heute nicht so der Hit“, gab sich Fabian Mels nach dem Aus im ersten Rennen enttäuscht. „Ich habe mir einfach zu viele Gedanken gemacht“, erklärte der 21-Jährige, der als neuer „Red-Bull-Crashed-Ice-Star“ etwas unter Druck stand. Dazu kam, dass ihm der Track überhaupt nicht lag: „Das war für mich bislang die schwierigste Strecke. Mit einigen Stellen bin ich überhaupt nicht klar gekommen“, gab er zu. Vor allem der „Wallride“ hatte es in sich: „Du kamst mit einer unglaublichen Geschwindigkeit dort an und musstest dann radikal abbremsen.“ Auch Kilian Braun wurde diese Kurve kurz nach dem Start zum Verhängnis: „Ich weiß nicht genau, was passiert ist. Es hat geknallt und dann habe ich mich um mich selbst gedreht“, so der Schweizer, der es nicht ins Halbfinale schaffte. Der Tour-Führende Kyle Croxall schied ebenfalls im Viertelfinale aus, konnte aber seine Spitzenreiter-Position verteidigen.

Es war das reinste Favoritensterben. Mit dem Finnen Arttu Pihlainen und Kanadier Scott Croxall (Bruder von Kyle Croxall) erreichten gerade einmal zwei der Top-Kandidaten das Halbfinale und Finale – vielleicht der einzige Trost für Fabian Mels & Co. Freuen durfte sich stattdessen der Sieger und Außenseiter Adam Horst (CAN), den sicherlich keiner auf der Rechnung hatte. Weltmeister Arttu Pihlainen wurde Zweiter.

Noch am Freitag sah es für Fabian Mels sehr gut aus. Nach seinem zweiten Rang im niederländischen Valkenburg vom 4. Februar zeigte „Franjo“ in der „Elimination Round“ auf’s Neue, dass er als heißer Favorit in den finalen Wettkampf starten würde. Nur der finnische Titelverteidiger war schneller unterwegs. „Wenn du die Bahn für dich alleine hast, ist das etwas ganz anderes. Du kannst deine Spur fahren und musst auf keine anderen Fahrer achten. Im Rennen dagegen denkst du dir immer: Oh, wer ist neben mir, wer hinter mir“, erklärte Mels den Unterschied zwischen Qualifikations- und Finallauf.

Doch trotz der Enttäuschung am Wochenende möchte der aktuelle Tour-Fünfte bei der vierten und letzten Station in Québec am 16. und 17. März wieder voll angreifen und sein Bestes geben. „Mit dem Titel war’s das allerdings“, gesteht er sich ein.

Results: 1. Adam Horst (CAN), 2. Arttu Pihlainen (FIN), 3. Scott Croxall (CAN), 4. Jim de Paoli (SUI); 5. Kim Muller (SUI), 6. Tigh Isaac (USA), 7. Miikka Jouhkinmainen (FIN), 8. Lukas Kolc (CZE), 9. Kilian Braun (SUI), 10. Michael Urban (CZE)

Weltmeisterschaftswertung: 1. Kyle Croxall 2200 Punkte, 2. Pihlainen 1960, 3. Scott Croxall 1700, 4. Adam Horst 1690, 5. Fabian Mels (GER) 1274

Quelle: Red Bull Deutschland GmbH

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