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Europameister Hansi Gnad ist enttäuscht vom Deutschen Basketball-Bund

Archivmeldung vom 23.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Basketball (Symbolbild)
Basketball (Symbolbild)

Foto: Urheber
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Kapitän der deutschen Europameister-Mannschaft im Basketball 1993, Hansi Gnad, hat sich vom Deutschen Basketball-Bund nach seiner aktiven Karriere gering geschätzt gefühlt: "Ich habe 181 Länderspiele für Deutschland gemacht, aber wenn ich einen Job gebraucht habe, habe ich ihn dort jedenfalls nicht bekommen."

Gnad weiter: "Ich habe mich mal als hauptamtlicher Trainer beworben und bin nicht mal zum Interview eingeladen worden. Nachdem ich vier Jahre als Co-Trainer vom damaligen Nationaltrainer Dirk Bauermann gearbeitet hatte, hat mich das schon sehr frustriert", sagte der 56-Jährige der Düsseldorfer "Rheinischen Post".

Und selbst in seiner Zeit als Assistenztrainer des Nationalteams durchlebte Gnad nach eigener Aussage schwere Zeiten. "Ich war zwar Assistenztrainer der Nationalmannschaft, aber das waren vielleicht zwei Monate im Jahr. Es gab eine Phase, da saß ich quasi auf der Straße und war froh, dass ich einen kleinen Verein in Wuppertal gefunden habe, bei dem ich für ein paar Euro in der Jugendabteilung arbeiten konnte", sagte der heutige Trainer von Zweitliga-Aufsteiger Bayer Giants Leverkusen. Der deutschen Mannschaft traut Gnad bei der anstehenden WM in China (31. August bis 15. September) "alles" zu. "Henrik Rödl hat eine richtig gute Mannschaft, die vielen anderen Teams wehtun kann. Zu meiner Zeit hatten wir acht bis zehn Mann, die ein gewisses internationales Niveau hatten. Jetzt sind es 40 oder 50", sagte er.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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