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1. Bundesliga: Hannover und Schalke trennen sich 2:2

Archivmeldung vom 27.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
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Zum Abschluss des ersten Bundesligaspieltages haben sich Hannover 96 und der FC Schalke 04 mit 2:2 voneinander getrennt. Mit dem Unentschieden kann Hannover 96 seine Heimserie weiter ausbauen: Die Niedersachsen sind nun seit 19 Bundesliga-Heimspielen in Serie ungeschlagen.

Zu Beginn der Partie kombinierten die Gäste aus Gelsenkirchen sicherer, den 96ern gelang aus dem Spiel nicht allzu viel. Es dauerte bis zur 43. Minute, ehe der Gastgeber aus Hannover zu einer ersten zwingenden Torchance kam: Pander flankt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld an den Fünf-Meter-Raum. Der von den Schalkern unbehelligte Felipe nutzt die Gunst der Stunde und köpft das Spielgerät per Aufsetzer in den Kasten. Mit der etwas glücklichen 1:0-Führung für Hannover ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel spielten zunächst nur die Niedersachsen, der Treffer fällt aber auf der Gegenseite: Huntelaar wird von Holtby steil geschickt, kann Felipe am Sechszehner umkurven und den Ball wuchtig zum 1:1 in die Maschen schießen. Gut zwölf Minuten später gelingt dem Team von Trainer Huub Stevens der Treffer zur 2:1-Führung: Draxler spielt nach rechts auf Jones. Der Mittelfeldspieler flankt in die Mitte, wo Holtby das Leder mit dem Kopf im Tor unterbringen kann.

Die Slomka-Elf gab sich jedoch nicht geschlagen und drängte auf den Ausgleich. Dieser gelingt ihr schließlich in der 80. Minute: Schlaudraff kämpft sich durch die Abwehrreihe und legt auf den kurz zuvor eingewechselten Nikci zurück, der die Kugel ins Tor bugsiert und so das 2:2 für Hannover erzielen kann. In der Schlussphase gelang beiden Teams trotz guter Chancen kein weiterer Treffer mehr.

Die wichtigsten Stimmen des Sonntagabendspiels des 1.Spieltages der Fußball-Bundesliga Hannover 96 - Schalke 04 bei Sky.

Horst Heldt...

...über seine noch ausstehende Vertragsverlängerung: "Wir haben viel zu tun gehabt. Ich führe Gespräche mit unserem Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies. Die haben wir auch schon geführt. Aber es ist nunmal auch so, dass er den job, den er macht, also Aufsichtsratsvorsitzender zu sein, nicht hauptberuflich macht, sondern er hat auch eine große Firma zu leiten. Da hat er viel zu tun und ich hatte viel zu tun, deswegen sind wir noch nicht zu einem entscheidenden Gespräch gekommen. Aber das werden wir auch in aller Ruhe machen. Wir haben da nicht so eine Dringlichkeit, dass das sofort erledigt sein wird. Wir haben beide signalisiert, dass wir weiter zusammenarbeiten möchten und ich fühle mich sehr, sehr wohl hier."

...über die Vertragsverhandlungen mit Klaas-Jan Huntelaar: "Der Vertrag läuft aus und es gibt viele Vereine, die perspektivisch planen. Er ist ein hervorragender Stürmer, das hat er nicht nur letztes Jahr unter Beweis gestellt, sondern auch in den Jahren zuvor. Er ist sicherlich in einer Situation, wo es darum geht, einen letzten großen Vertrag zu unterschreiben. Darüber macht er sich Gedanken, das ist legitim und auch für uns nachvollziehbar. Unser Interesse liegt darin, ihn zu überzeugen, den Vertrag zu verlängern. Wenn das noch Zeit braucht, dann braucht das noch Zeit. Wir haben das mit Farfan letztes Jahr auch erlebt. Es ist wichtig zu einem Ziel zu kommen. Ich bin optimistisch. Es gibt nie eine Garantie, von daher ist es so, dass wir mit unseren Argumenten ganz gut dastehen. Er ist ein Spieler, da muss alles stimmen. Da geht es gar nicht ums Geld, sondern viele andere Themen. Daran arbeiten wir und deswegen werden wir ihm bis zum 30.06. eine Lösung präsentieren."

Martin Kind (Präsident Hannover 96)...

...über die immer noch nicht vollzogene Vertragsverlängerung mit Mirko Slomka: "Der Druck auf Jörg Schmadtke war privat außergewöhnlich groß, aber er musste auch die Transferentscheidungen abwickeln. In dieser Phase hat er mit dem Berater von Herrn Slomka vereinbart, dass er nach seiner Rückkehr die Gespräche fortsetzt. Also ich glaube nicht wirklich, dass es da Disharmonien gibt, aber es gibt scheinbar manchmal Irritationen. Aber das Wichtigste ist, dass beide, also Slomka und Schmadtke, für den Erfolg von 96 stehen und wir natürlich mit beiden - es gibt kein anderes Argument, da man mit erfolgreichen Menschen gerne zusammenarbeitet - längerfristig weiter zusammenarbeiten."

...über die Gefahr, Schmadtke und Slomka zu verlieren: "Jörg Schmadtke hat ja einen unbefristeten Arbeitsvertrag und Mirko Slomka weiß, dass wir hier in Hannover etwas entwickeln wollen. Und er weiß auch realistisch, dass das eine gute Zukunft für ihn sein kann. Und darüber hinaus erinnere ich: Er ist Hannoveraner, ist beliebt, ein Sympathieträger und wird geliebt. Eine bessere Ausgangsentscheidung gibt es eigentlich nicht. Prozentual sage ich, dass er zu 80 oder 90 Prozent bleibt."

Die wichtigsten Stimmen zum vom Sonntag auf Samstagabend (20.45 Uhr) vorgezogenen Spiel des 1. Spieltags der Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und dem VfL Wolfsburg (0:1) bei Sky:

Vedad Ibisevic (VfB Stuttgart) über den verschossenen Strafstoß: "Ich wollte ihn reinmachen, das hat leider nicht geklappt. Der Keeper hat richtig gut gehalten, und dann schieße ich halt blöd vorbei."

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg) über den gehaltenen Strafstoß: "Ich habe mich einfach auf mein Gefühl verlassen, zum Glück war das richtig. Als er (Vedad Ibisevic) dann nochmal vorbeigeschossen hat, hatten wir das Quäntchen Glück auf unserer Seite."

Bruno Labbadia (Trainer VfB Stuttgart)...

...über den Fehlschützen Vedad Ibisevic: "Er hat bis jetzt eine tolle Geschichte bei uns geschrieben. Das sind halt Dinge, die leider passieren. Ich habe früher auch Elfmeter verschossen, kenne die Situation. Das ist schade für die Mannschaft, weil wir sonst auf der Siegerstraße gewesen wären. Aber wir können das nicht mehr ändern."

...über den Elfmeter: "Den muss man nicht geben."

Felix Magath (Trainer VfL Wolfsburg)...

...über den Elfmeter: "Ich denke, es ist erlaubt, den Ball zu spielen, auch wenn's von hinten ist."

...über Startelf-Debütant Robin Knoche: "Der hat das sehr gut gemacht. Er war dann aber sehr müde geworden in der zweiten Halbzeit, aber er hat klasse gespielt, keine Frage."

Nach dem 1. Spieltag der Bundesliga debattierten u.a. Sky Experte Lothar Matthäus und Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen bei Sky 90 über

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender Eintracht Frankfurt)...

...über die Situation Jupp Heynckes und Matthias Sammer: Ich kann mir gut vorstellen, dass Heynckes das nervt. Ich habe die Bilder ja auch gesehen. Sammer kenne ich aus meiner Tätigkeit aus der DFL. Ich habe häufig Gespräche mit ihm geführt. Aber wenn Heynckes dort als Autorität Nummer 1 das Training leitet und Sammer sitzt dahinter und zeigt nach links und nach rechts. Ich war ja nur fünf Jahre Trainer in der dritten Liga, aber wenn bei mir einer im Rücken so rumgezeigt hätte, hätte ich gesagt: 'Jetzt pass mal auf, mein Freund. Jetzt schleich dich oben in dein Büro und guck von mir aus wo auch immer du willst. Zum damaligen Zeitpunkt hätte ich meine Autorität untergraben gefühlt. Ich kann mich aber nicht auf das Niveau des FC Bayern begeben. Ich weiß nicht, wie die Menschen dort denken. Das wäre für mich ein Unding gewesen. Damit könnte ich überhaupt nicht leben."

...über die Fehlentscheidung von Thorsten Kinhöfer im Spiel gegen Leverkusen: "Das war eine gravierende Fehlentscheidung. Ich kenne Thorsten Kinhöfer schon aus seiner Zeit als junger Schiedsrichter in Westfalen. Das ist einer unserer führenden Schiedsrichter, aber welcher Teufel ihn da geritten hat, das zu erkennen, weiß ich nicht. Der ganze Ablauf schrie nach Elfmeter. Ich vermute mal, dass er in dieser Phase des Spiels - es hätte ja auch eine rote Karte nach sich ziehen müssen - nicht den Mut hatte, eine solch tragfähige Entscheidung zu treffen."

...über eine mögliche Zwischenlösung Stefan Effenberg/Matthias Sammer beim FCB: "Der deutsche Fußball ist noch nicht auf so ein Modell ausgerichtet. Das kann ich mir nicht vorstellen. Matthias Sammer will die sportlichen Dinge mit Rummenigge in die Hand bekommen. Uli Hoeneß will sich ja angeblich auch zurückziehen, wenn es denn stimmt. Wer das glaubt, wird selig. Der zieht sich ja in 100 Jahren nicht zurück. Der fährt vielleicht für ein oder zwei Wochen an den Tegernsee, aber das war's auch. Er hat sich bei der Verpflichtung von Sammer aber schon etwas gedacht und wird ihn in eine starke Position bringen."

...über Arjen Robbens Aussage, die letzte Saison sei eine Katastrophe gewesen: "Da fehlen mir die Worte. Ich habe das Champions-League-Finale gesehen. Sie haben Chelsea total dominiert. Sie hatten einfach nicht das nötige Glück und mussten in letzter Minute noch den Ausgleich hinnehmen. Sie sind Vizemeister geworden, damit sind sie ja nie zufrieden. Im Pokalendspiel waren sie auch. Das CL-Finale zu erreichen und dieses Spiel so zu dominieren, wie es seit Jahren nicht gegeben hat - dann zu sagen, dass die Saison eine Katastrophe war, da ist die Wahrnehmung bei mir eine völlig andere. Anspruchsdenken und Realität müssen miteinander kongruent sein."

...über das Meisterschaftsrennen: "Das ist die große Problematik. Den Titel wird es nicht geben für Schalke 04, auch nicht für den Hamburger SV oder Eintracht Frankfurt. All die Vereine, die in den letzten 50 Jahren Bundesliga Titel geholt haben, diese Überraschungen wie Kaiserslautern vor über zehn Jahren, die wird es durch das Gesamtranking des Fußballs und die gesamte Finanzierung des Fußballs nicht mehr geben. Nie wieder. Das ist meine feste Überzeugung. Schalke ist zuletzt 1958 Meister gewesen, Eintracht Frankfurt 1960. Diese Traditionsvereine kommen da so schnell nicht mehr hin, weil die internationalen Fernsehgelder das ganze dominieren."

Sky Experte Lothar Matthäus...

...über Mario Gomez: "Wenn ein Spieler beim FC Bayern sensibel ist, wird es sehr, sehr schwer für ihn werden. Ein sensibler Spieler hat beim FC Bayern gar nichts zu suchen. Natürlich war es harte Kritik gegen Gomez, aber man will ihn vielleicht auch kitzeln. Ein starker Konkurrenzkampf hat in den vergangenen Jahren gefehlt. Das kann ihn nur anstacheln noch mehr Tore zu schießen. Mit der Torquote kann man ja zufrieden sein, aber man erwartet beim FC Bayern von diesem Mittelstürmer vielleicht noch das spielerische Verständnis und Kleinigkeiten, die in der Spitze den Unterschied machen."

...auf die Frage, ob Martinez 40 Millionen Wert ist: "Wenn er die Champions League und die nächsten drei Meisterschaften garantieren würde - dann ja. Aber welcher Spieler garantiert Erfolg? Er ist ein hoffnungsvoller Nachwuchsspieler. Er hat im spanischen Fußball bisher nichts erreicht. Er hat weder bei Barcelona noch bei Real Madrid gespielt. Wenn der FCB meint, und sie haben das Glück gegenüber anderen Bundesligisten solch einen Transfer auch durchzuziehen, der ihnen für die Zukunft hilft und nicht nur für die nächste Saison, dann bin ich der Meinung, dass es eine Menge Geld und übertrieben ist. Aber es ist nunmal eine festgeschriebene Ablösesumme. Bisher hat er noch nicht bewiesen, dass er das Geld wert ist. Es ist eine neue Liga, eine neue Sprache. Es ist also schon ein riskanter Transfer."

...über die Neuzugänge des FC Bayern: "Bayern hat sich absolut verstärkt. Ich würde sagen, Shaqiri ist das Ausnahmetalent im Schweizer Fußball. Das zeigt er auch, wenn er zum Einsatz kommt. Er stellt sich auch nicht hinten an. Es wird eng für Robben und Ribery, er erhöht den Druck. Er hat die Qualität, er kann auch zentral spielen. Wenn ein Arjen Robben irgendwann fordert, dass er spielen muss, nach einer Verletzungspause - dann wird ein gesunder Arjen Robben spielen, aber nicht ein 70-Prozent-Robben. Das lässt Sammer nicht zu. Daraus hat man aus der letzten Saison gelernt. Man hat gleichwertiges Potential auf der Ersatzbank. Auch bei Eckbällen ist Shaqiri eine Waffe."

...über den Dortmunder Umgang mit Mario Götze: "Er hat sicher seine Felle ein bisschen wegschwimmen sehen, als er auf der Bank saß. Ein Spieler, der draußen sitzt, denkt meistens auch an sich. Aber ich glaube, dass man offen und ehrlich mit dem Spieler umgegangen ist. Wie Bruchhagen es gerade schon gesagt hat: Es ist wichtig, dass kompetente Leute um der Mannschaft herum zusammenarbeiten, Einfluss nehmen auf den Spieler, dass er nicht unruhig wird. Dass der Spieler weiterhin den Glauben hat, hier glaubt der Verein an mich. Das hat er am Freitag wieder gezeigt. Das war auch ein Märchen für ihn, ein Dortmunder Märchen. Er weiß, dass Borussia Dortmund auf ihn zählt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur / Sky

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