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Kauder lehnt Urwahl von Unions-Kanzlerkandidat ab

Archivmeldung vom 24.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Volker Kauder (2017)
Volker Kauder (2017)

Foto: Urheber
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der ehemalige Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat sich gegen die Urwahl des Unions-Kanzlerkandidaten ausgesprochen und seine Partei aufgefordert, die Debatte über die K-Frage zu beenden.

"CDU und CSU sind zwei selbstständige Parteien, treten aber mit einem gemeinsamen Kanzlerkandidaten an. Da ist eine Urwahl gar nicht möglich", sagte Kauder den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Schon deswegen lehne er die Urwahl ab. "Im Übrigen hat die CSU diese bereits auf ihrem Parteitag abgelehnt", so der CDU-Politiker weiter. Die K-Frage werde überbewertet. "Im Gegensatz zur SPD ist bei uns immer klar: Der Parteivorsitzende soll auch der Spitzenkandidat sein. Da hat sich für mich nichts geändert", sagte Kauder. Annegret Kramp-Karrenbauer habe das Rennen um den Parteivorsitz gewonnen. "Jetzt sollten wir sie unterstützen und nicht in so ein Chaos verfallen wie die SPD, die so in fünf Jahren mehr Parteivorsitzende verschlissen hat als wir in Jahrzehnten", so der frühere Unionsfraktionschef weiter.

Mit Blick auf Forderungen potenzieller Konkurrenten Kramp-Karrenbauers nach mehr Klarheit in der CDU sagte Kauder: "Daran können ja alle mitwirken, ohne gleich eine Personalfrage daraus zu machen." Als problematisch bewertete er Veranstaltungen wie den Deutschland-Tag der Jungen Union, auf dem der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz begeistert gefeiert worden war: "Manch e Veranstaltung, bei der man von Anfang an spürt, dass es nur darum geht, jemanden persönlich zu treffen, entspricht nicht meiner Vorstellung von Teamarbeit in der Partei", sagte Kauder den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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