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Schwesig: Gesetz zu Lohngerechtigkeit hilft 14 Millionen Beschäftigten

Archivmeldung vom 11.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Manuela Schwesig Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0
Manuela Schwesig Bild: blu-news.org, on Flickr CC BY-SA 2.0

Frauenministerin Manuela Schwesig (SPD) sieht durch ihr Gesetz zur Lohngerechtigkeit ein Tabu in Deutschland fallen. "Man muss das Tabu brechen, dass über Geld nicht gesprochen wird, wenn wir wollen, dass Frauen und Männer beim Gehalt nicht gegeneinander ausgespielt werden", sagte die Ministerin der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Das Gesetz soll am Mittwoch das Bundeskabinett passieren.

"Das ist ein echter Durchbruch", sagte Schwesig, denn bisher gebe es kein Gesetz, das dieses Thema - gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit - voranbringe, so die Ministerin. Demnach sollen vor allem Frauen, die häufig bei gleicher Arbeit weniger verdienen als Männer, profitieren.

Alle Beschäftigten in Betrieben ab 200 Mitarbeitern erhalten dem Entwurf zufolge künftig einen Auskunftsanspruch, was Kollegen in gleichwertigen Positionen verdienen. "Das sind 14 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", betonte Schwesig. "Es geht darum, verkrustete Strukturen aufzubrechen."

KONTEXT:

Frauen verdienten im Jahr 2015 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Wenn man berücksichtigt, dass sie häufiger in Teilzeit arbeiten, seltener in Führungspositionen aufsteigen und eher in sozialen Berufen mit geringeren Verdiensten tätig sind, verringert sich die Lücke auf etwa sieben Prozent.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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