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Behinderten-Werkstätten beliefern Bundeswehr für 1,44 Millionen Euro

Archivmeldung vom 11.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Ehem. preußisches Regierungsgebäude in den Rheinanlagen von Koblenz, Sitz der Leitung des BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr)
Ehem. preußisches Regierungsgebäude in den Rheinanlagen von Koblenz, Sitz der Leitung des BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr)

Foto: Holger Weinandt
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Bundeswehr hat Aufträge im Wert von 1,44 Millionen Euro an Werkstätten für Behinderte vergeben. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Parlamentsanfrage der Linken hervor, aus der die "Bild-Zeitung" zitiert. Danach ist die Anzahl der Aufträge von zwei im Jahr 2004 auf 55 im Jahr 2012 gestiegen. Einen sofortigen Stopp aller Rüstungsaufträge an Behinderten-Werkstätten forderte der behindertenpolitische Sprecher der Linken Ilja Seifert.

Der "Bild-Zeitung" sagte Seifert: "Ich finde es skandalös und zynisch, dass die Bundesregierung Menschen mit überwiegend so genannten geistigen Behinderungen in der Rüstungsproduktion einsetzt und dies dann noch als gewollte Inklusion und Selbstbestimmung bezeichnet."

Das Ausrüstungsamt der Bundeswehr (AIN) erklärte auf "Bild"-Nachfrage, dass die Regierung gesetzlich verpflichtet sei, Behinderten-Werkstätten auch bei Auftragsvergaben für die Bundeswehr zu bevorzugen. Außerdem würden die Werkstätten nur einfache Güter (Besen, Bürsten) liefern und unproblematische Dienstleistungen (Gartenpflege) erbringen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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