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KMK-Präsidentin: Schulen kein "Treiber der Pandemie"

Archivmeldung vom 22.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Daumen hoch (Symbolbild)
Daumen hoch (Symbolbild)

Bild: Esther Stosch / pixelio.de

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), sieht die maßgebliche Verantwortung für die Verbreitung der Corona-Pandemie nicht bei den Schulen.

"Wir sehen auch in Rheinland-Pfalz bei unseren Zahlen, dass das Infektionsgeschehen sich nicht maßgeblich in den Schulen abspielt, dass es keine Hotspots sind", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin am Donnerstag im Deutschlandfunk.

Man beobachte den Verlauf der Pandemie, eine einheitliche Schulschließung wie im März wolle man jedoch unbedingt vermeiden. Die Situation gegenüber Pandemiebeginn habe sich dahingehend verändert, dass man insgesamt in der gesamten Gesellschaft das Bekenntnis dazu habe, "dass das Recht auf Bildung am besten im Präsenzunterricht umgesetzt wird". Das habe "klare oberste Priorität", so die SPD-Politikerin. Maßnahmen solle man individuell von Infektionszahlen abhängig machen: "Einen Automatismus im Sinne von, alle müssen das Gleiche machen", halte sie nicht für richtig. Hubig sprach sich zwar für Präventionsmaßnahmen aus, Regelungen müssten aber auch verhältnismäßig und begründbar sein. Es mache keinen Sinn, "einfach zu sagen, wir gehen jetzt nur auf die sichere Seite, machen alles zu, und dann gehen wir wieder auf Anfang so wie im März". Man sehe, dass die Kinder und die Jugendlichen nicht die "Treiber der Pandemie" seien, so die Ministerin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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