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Giffey will Ombudsstellen für Beschwerden an Jugendämtern

Archivmeldung vom 22.06.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.06.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Franziska Giffey (2018)
Franziska Giffey (2018)

Foto: Martin Kraft
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will die Rechte von Kindern und Eltern bei Maßnahmen des Jugendamtes stärken. "Eine Inobhutnahme ist das allerletzte und schärfste Mittel, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen", sagte Giffey der "Welt am Sonntag".

Es sei ein "ganz großes Problem", dass Eltern und Kinder oft nicht ausreichend an der Entscheidung des Jugendamtes beteiligt würden und sich schlecht informiert oder gar wehrlos fühlten. Sie hatte in dieser Woche einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe vorgelegt.

Die Ministerin will daher künftig deutschlandweit "unabhängige und neutrale Ombudsstellen, an die Eltern und Kinder sich wenden können, um ihre Beschwerde einzulegen und sich Hilfe zu holen" - wenn sie mit einer Entscheidung des Jugendamtes nicht einverstanden sind. Zudem will Giffey regeln, dass Heime jederzeit unangemeldet kontrolliert werden können. Es sei "unerträglich und untragbar", wenn Kinder und Jugendliche, die wegen Gewalt, Misshandlung oder Missbrauch nicht mehr bei ihren eigenen Eltern lebten, in staatlich verantworteten Heimen erneut schlechte Erfahrungen machten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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