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Handwerk fordert Landesförderung für Azubi-Wohnheime

Archivmeldung vom 22.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: D. W. Kalina / pixelio.de
Bild: D. W. Kalina / pixelio.de

Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat die nordrhein-westfälische Landesregierung zur Förderung neuer Wohnunterkünfte für Auszubildende aufgerufen. Damit solle eine Ungleichbehandlung der Lehrlinge im Vergleich zu Studierenden beendet werden. Die Landesregierung bezuschusst Studentenwohnheime mit etwa 95 Millionen Euro jährlich.

"Da Auszubildende genauso wie Studierende keine Wohnmöglichkeiten insbesondere in den Ballungsräumen finden, müssen bezahlbare Wohnheimplätze geschaffen werden. Während Wohnen in den Städten immer teurer wird, bleiben Ausbildungsplätze zunehmend unbesetzt", sagte der Hauptgeschäftsführer des Westdeutschen Handwerkskammertags, Matthias Heidmeier, der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.

Die rund 190.000 Handwerksbetriebe in NRW beschäftigen nach eigenen Angaben derzeit knapp 80.000 Auszubildende. In den vergangenen Jahren sei es immer schwieriger geworden, offene Lehrstellen mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Viele Meister seien deshalb dazu übergegangen, Nachwuchs weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus zu suchen. "Es ist keine Seltenheit mehr, dass Lehrlinge Dutzende von Kilometern pendeln, um zu ihrem Ausbildungsplatz zu kommen", heißt es in einem Positionspapier, das die Spitzenvertreter des Westdeutschen Handwerks einstimmig beschlossen haben.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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