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81 Prozent wollen mehr Einfluss für junge Politiker

Archivmeldung vom 29.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Eine klare Mehrheit von 81 Prozent der Deutschen wollen mehr Einfluss für Politiker unter 40 Jahren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für "Bild am Sonntag".

Nur 13 Prozent sprachen sich dagegen aus. 6 Prozent waren unentschlossen oder machten keine Angabe. 50 Prozent der Befragten halten es eher für nachteilig, dass viele Spitzenpolitiker aus CDU, CSU und SPD schon lange in der Politik sind. Dass dies ein Vorteil sei, sagten 36 Prozent. 14 Prozent waren unentschlossen oder machten keine Angabe. Der Berliner Soziologe Klaus Hurrelmann forderte in der Zeitung eine Jugendquote in der Politik.

"Wer jetzt als junger Mensch in die Politik geht, kommt in einen Altenclub", sagt Hurrelmann der "Bild am Sonntag". Sein Vorschlag: "Es sollte eine Jugendquote geben. Eine Selbstverpflichtung der Parteien, bei Wahlen dafür zu sorgen, dass 30 Prozent aller Kandidaten unter 35 sind." Dies würde dazu führen, dass die Parteien stärker um junge Leute zu werben würden. Jungen Leute würden sich wegen ihrer gestiegenen Aufstiegschancen mehr engagieren. "Für die Parteien ist das überlebensnotwendig", so Hurrelmann.

Für die Umfrage hatte Emnid am 25. Januar genau 502 Personen befragt. Fragen: "Einmal ganz allgemein gefragt: Sollten jüngere Politiker, also Politiker unter 40 Jahren, in Deutschland mehr politischen Einfluss haben"/"Viele Spitzenpolitiker aus CDU, CSU und SPD sind schon lange in der Politik. Ist das Ihrer Ansicht nach eher ein Vorteil oder ein Nachteil?" Die Auswahl der Befragten sei "repräsentativ", teilte das Institut mit.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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