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Kipping grenzt sich von Wagenknecht ab

Archivmeldung vom 14.01.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Katja Kipping (2014)
Katja Kipping (2014)

Foto: DIE LINKE
Lizenz: CC-BY-SA-3.0-de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Vorsitzende der Linken, Katja Kipping, hat sich inhaltlich von den jüngsten Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden und Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht abgesetzt, ohne sie selbst zu kritisieren. "Wir Linke verteidigen das Grundrecht auf Asyl; deshalb wird es mit uns keine Obergrenze geben", sagte Kipping der "Mitteldeutschen Zeitung".

"Die Linke wird sich nicht an einer Regierung beteiligen, die das Grundrecht auf Asyl angreift." Sie fügte hinzu: "Wir zeigen Haltung und sind ein verlässliches Bollwerk gegen Rassismus. Wir stärken das Lager der Solidarität und suchen offensiv das Gespräch mit denen, die materiell nicht auf der Sonnenseite leben. Statt auf Sündenbockrhetorik zu setzen, stellen wir die Frage nach den wirklich Verantwortlichen und sind bereit, uns mit den Superreichen und den Konzernen anzulegen."

Denn "eine Gesellschaft, in der alle Muslime das Gefühl haben, sie stünden unter Generalverdacht, macht es islamistischen Fundamentalisten generell leichter, neue Attentäter zu rekrutieren. Umgekehrt gilt: Eine Gesellschaft, in der Menschen herzlich willkommen geheißen werden und es einen guten Dialog mit der Flüchtlings-Community und Migrantinnen gibt, ist zweifelsohne eine bessere Prävention als reine Law- and Order-Politik."

Die Parteichefin unterstützte überdies die jüngste Distanzierung ihres Co-Vorsitzenden Bernd Riexinger von Wagenknecht: "Bernd Riexinger hat nach der Beratung des Geschäftsführenden Parteivorstandes alles Notwendige gesagt." Er hatte nach Wagenknechts jüngsten Äußerungen zum Attentat am Berliner Breitscheidplatz festgestellt, auch Spitzenkandidatinnen müssten sich an das Parteiprogramm halten.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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