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Kinderhilfswerk: Schüler wegen Teilnahme an Klimaschutz-Demonstrationen nicht bestrafen

Archivmeldung vom 15.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Fridays-for-Future Demo
Fridays-for-Future Demo

Foto: 1satzSuedtirol
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat davor gewarnt, Schülerinnen und Schülern wegen ihres Einsatzes in der Fridays-for-Future-Bewegung zu bestrafen. "Es ist absolut in Ordnung, wenn Schülerinnen und Schüler auch während der Schulzeit für einen wirksamen Klimaschutz demonstrieren", sagte Präsident Thomas Krüger der "Neuen Osnabrücker Zeitung" angesichts neuer Aktionen an diesem Freitag.

Krüger rief dazu auf, den jungen Demonstranten zuzugestehen, dass sie zu drastischen Mitteln greifen, weil sie ihre Zukunftschancen in Gefahr sähen. "Was die Kinder und Jugendlichen jetzt am wenigsten gebrauchen können, ist eine juristische Diskussion über die Schulpflicht", warnte er. "Stattdessen sollten wir ihnen zuhören, ihre Anliegen ernst nehmen und darüber mit ihnen diskutieren", forderte er. Grundsätzlich seien weitergehende Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen dringend nötig.

Die Schulen müssen nach seinen Worten sorgfältig prüfen, inwieweit Schülerinnen und Schüler für die Demonstrationen vom Unterricht befreit werden könnten. Denn die Förderung von demokratischem und außerschulischem Engagement gehöre auch zum Bildungsauftrag von Schulen. Zugleich forderte Krüger "Augenmaß" bei der Frage, wie oft Schülerinnen und Schülern dem Unterricht fernbleiben. "Es muss sichergestellt sein, dass sie den verpassten Stoff selbstständig nacharbeiten", betonte der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. Wichtig sei auch, dass durch das Fehlen von vielen Schülerinnen und Schülern im Unterricht keinesfalls andere, die zur Schule gehen wollten, Nachteile erleiden.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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