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Brandenburger Kulturministerin Manja Schüle für Ausstellung über die Hohenzollern und die Nazis - aber ohne Mitsprache der Familie

Archivmeldung vom 22.01.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.01.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Cecilienhof im Juli 1945
Cecilienhof im Juli 1945

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Neue Bewegung im Hohenzollern-Konflikt: Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle (SPD) hat jetzt erste Vorbereitungen für eine mögliche Ausstellung über die Hohenzollern und die Nazis veranlasst, die Georg Friedrich Prinz von Preußen der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) überraschend vorgeschlagen hatte. Das hat Schüle, die auch SPSG-Stiftungsratsvorsitzende ist, erstmals in einem Tagesspiegel-Interview (Samstagausgabe) verkündet. "Die Rolle der Hohenzollern-Familie in der NS-Zeit, ihre Unterstützung des Nationalismus, kritisch aufzuarbeiten und für die Bürgerinnen und Bürger zu präsentieren, ist ein lohnenswertes Unterfangen", sagte Schüle.

Sie habe Generaldirektor Christoph Martin Vogtherr "gebeten, eine Konzeptskizze zu erarbeiten, wie eine solche Ausstellung aussehen könnte, wo sie gezeigt werden könnte und was man dafür bräuchte."Zugleich formulierte Schüle als Prämisse für eine solche Ausstellung: "Ich sage klar, was ausgeschlossen ist: Eine wie auch immer geartete Einflussnahme der Familie Preußen, und auch Einfluss auf die Besetzung einer wissenschaftlichen Kommission", so die Ministerin und Stiftungsratsvorsitzende. "Es wird auch kein Schild darüber stehen: "Gemeinsame Ausstellung der SPSG und der Familie Hohenzollern". In einem vom Tagesspiegel publik gemachten Brief an die Stiftung hatte Georg Friedrich Prinz von Preußen im April 2021 die Historiker Lothar Machtan und Peter Brandt für ein solches Ausstellungsprojekt zu den NS-Verstrickungen seiner Vorfahren ins Spiel gebracht und die Bereitschaft erklärt, Leihgaben zur Verfügung zu stellen.

Als einen möglichen Ort hatte er das Potsdamer Schloss Cecilienhof angeregt.Im Hohenzollernkonflikt geht es auch um Forderungen der Familie nach einer Millionenentschädigung des Landes Brandenburg für 1945 enteignete Immobilien und nach tausenden Objekten und Kunstschätzen aus Schlossmuseen der Stiftung. Ob die Ansprüche berechtigt sind, hängt allein davon ab, ob die Hohenzollern dem Nationalsozialismus erheblichen Vorschub geleistet haben, was jetzt Gerichte klären müssen. Schüle begrüßte, dass das Hohenzollern-Oberhaupt, das sich auch wegen seines Vorgehens gegen Wissenschaftler und Medien in die Kritik brachte, mittlerweile Kompromiss- und Gesprächsbereitschaft signalisiert. "Ich nehme diese versöhnlichen Töne wahr. Und ja, ich freue mich auch darüber", sagte Schüle. "Aber: Das Handeln ist damit bisher nicht in Übereinstimmung. Das juristische Vorgehen hat ja nicht aufgehört, Klagen gegen Wissenschaftler sind nicht zurückgenommen worden."

Das vollständige Interview lesen Sie bei Tagesspiegel Plus: https://plus.tagesspiegel.de/berlin/ausstellung-zu-hohenzollern-und-nazis-eine-einflussnahme-der-familie-preussen-ist-ausgeschlossen-368539.html

Quelle: Der Tagesspiegel (ots)

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