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Spahn will klare Kriterien für ausländische Fachkräfte

Archivmeldung vom 16.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Jens Spahn (2019)
Jens Spahn (2019)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Vor dem Fachkräftegipfel am Montag im Kanzleramt hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für klare Kriterien bei der Zuwanderung von ausländischen Fachkräften ausgesprochen. "Die meisten ausländischen Fachkräfte arbeiten in Gesundheit und Pflege. Unsere alternde Gesellschaft braucht mehr medizinisches Personal, als sie ausbilden kann", sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben).

Deshalb suche man "im Ausland Hilfe, die zu uns passt: motiviert, gut qualifiziert und bereit, unsere Werte zu leben. Das ist genau die Zuwanderung, die wir wollen". Strukturen, um ausländische Pflegekräfte deutlich schneller nach Deutschland bringen zu können, seien in Arbeit, so der Gesundheitsminister. Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), forderte zielgenaue Bemühungen um ausländische Fachkräfte im Zuge des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes: "Je gezielter wir Berufsgruppen benennen, in denen Mangel herrscht, und Regionen auswählen, in denen wir die Suche nach Fachkräften besonders intensiv verfolgen, desto erfolgreicher wird das Gesetz", so die CDU-Politikerin.

Sie warnte zugleich davor, alte Fehler zu machen: "Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Es war falsch, die sogenannten Gastarbeiter der 50er und 60er Jahre nicht systematisch zu integrieren. Wir brauchen heute das klare Bekenntnis, dass es bei der Fachkräfteeinwanderung um mehr geht als um Arbeitskräfte", sagte Widmann-Mauz den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Unternehmen, Verbände und Kommunen müssten die Integration der ausländischen Fachkräfte in allen Lebensbereichen fördern. "Was dem türkischen Bergmann der ersten Gastarbeitergeneration gefehlt hat, muss die philippinische Pflegerin von heute bekommen", so die Integrationsbeauftragte weiter.

Unterstützt werden müssten aber auch Unternehmen, Vereine und Bürgermeister, die ausländische Fachkräfte integrieren wollten und dafür angefeindet würden. Am Fachkräftegipfel im Bundeskanzleramt nehmen an diesem Montag neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz teil, berichten die Zeitungen der Funke-Med iengruppe unter Berufung auf eigene Informationen. Dazu kommen Vertreter der Länder, der Gewerkschaften, der Bundesagentur für Arbeit sowie der großen Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände. Schwerpunkt des Gipfels ist die konkrete Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, das am 1. März 2020 in Kraft tritt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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