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Steinmeier: Jüdisches Leben immer noch bedroht

Archivmeldung vom 22.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Davidstern: Juden bei NSL Studio unerwünscht. Bild: pixelio.de, FotoHiero
Davidstern: Juden bei NSL Studio unerwünscht. Bild: pixelio.de, FotoHiero

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor einer anhaltenden Bedrohung von jüdischem Leben in Deutschland gewarnt. Auch wenn es heute "vielfältig, facettenreich, lebendig und voller Schwung" sei, sei jüdisches Leben immer noch bedroht, sagte Steinmeier am Sonntag zum Auftakt des Festjahres "1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" in Köln.

Es sei "sogar wieder stärker bedroht in einer Zeit, in der Antisemitismus sich viel offener zeigt, in der ein von Hass getriebener Attentäter eine vollbesetzte Synagoge angreift, und das am höchsten jüdischen Feiertag".

Juden würden im Alltag oft mit Vorurteilen, Klischees und Unwissen konfrontiert. Für das Festjahr wünsche er sich, dass es nicht nur ein klares Bekenntnis gebe, dass Juden "in Deutschland ein Teil von uns sind, ein Teil unseres gemeinsamen Wir", sondern dass man auch denen entschieden entgegentrete, die das noch oder wieder infrage stellten, so der Bundespräsident. "Die Erinnerung an 1.700 Jahre wechselvoller gemeinsamer Geschichte lehrt uns: Die Bundesrepublik Deutschland ist nur vollkommen bei sich, wenn Juden sich hier vollkommen zu Hause fühlen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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