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CDU-Abgeordnete für Tötung nicht vermittelbarer Tiere in Tierheimen

Archivmeldung vom 30.11.2023

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 30.11.2023 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Astrid Damerow (2023)
Astrid Damerow (2023)

Foto: Ralf Roletschek
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nicht vermittelbare Tiere, die in Tierheimen leben, sollten nach Meinung der CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Damerow notfalls getötet werden. "Wenn Tiere nicht vermittelbar sind und ihr ganzes Leben in einem Zwinger im Tierheim verbringen, wäre es mit Blick auf den Tierschutz besser, diese Tiere zu töten", sagte Damerow dem "Tagesspiegel".

"Niemand möchte sich mit diesem Thema auseinandersetzen, aber wegducken löst das Problem nicht", fügte sie hinzu. Damerow ist Berichterstatterin für Tierschutz in der Unionsfraktion im Bundestag, legt aber Wert darauf, dass es sich bei ihrem Vorstoß um ihre persönliche Meinung handelt. Der CDU-Politikerin geht es in erster Linie um Gefahrenhunde: "Das können bestimmte Rassen sein, etwa die sogenannten Kampfhunde, oder Tiere, von denen eine individuelle Gefahr ausgeht", sagte sie. 

Aber es könnten auch andere Tiere als Hunde betroffen sein: "Wir brauchen klare, rechtssichere Vorgaben für die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Tierheimen, wann ein Tier erlöst werden soll", gibt Damerow zu bedenken. Natürlich müsse vorher eine tierärztliche Expertise eingeholt werden, am besten vom Amtstierarzt, so die Politikerin. Tierschützer weisen den Vorstoß zurück: "Im Tierheim Berlin werden nur Tiere aus medizinischen Gründen eingeschläfert", sagte die Vorsitzende des Berliner Tierschutzvereins, Eva Rönnespieß, dem "Tagesspiegel". "Wir kämpfen bis zur letzten Sekunde um das Leben jeden Tieres." Tiere zu töten, weil sie schwer vermittelbar sind, verbieten der Anstand und das Tierschutzgesetz, "wer anders handelt, macht sich strafbar", sagte die Tierschützerin. Die Grünen-Abgeordnete Zoe Mayer sagte dem "Tagesspiegel", dass sie sich nicht vorstellen könne, "dass es in Deutschland eine Mehrheit dafür gibt, Tiere im Tierheim einzuschläfern". 

Man müsse die Zahl der Tiere, die im Tierheim landen, reduzieren. Jeder Hund und jede Katze sollten registriert werden müssen. Dasselbe fordert Mayer für jede Zucht, auch von Privatleuten, deren Hündin oder Katze Nachwuchs bekommt. Auch die Tierhalter will Mayer stärker in die Verantwortung nehmen: "Jeder Mensch, der sich ein Haustier anschafft, sollte einen Fach- und Sachkundenachweis erbringen müssen."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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