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SPD-Vorsitz: Stegner will vorerst keine Wahlempfehlung abgeben

Archivmeldung vom 28.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 28.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Ralf Stegner (2017)
Ralf Stegner (2017)

Foto: Olaf Kosinsky
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der im SPD-Mitgliederentscheid unterlegene Ralf Stegner will vorerst keine Wahlempfehlung für eines der beiden verbliebenen Kandidatenduos abgeben. Jetzt sei nicht der Zeitpunkt, eine Empfehlung abzugeben, sagte Stegner dem "Mannheimer Morgen".

"Ich wünsche mir jedenfalls eine SPD, die wieder ihren Kompass als linke Volkspartei findet, für mehr innerparteiliche Demokratie sorgt und Klartext redet", sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende. Er sagte auch: "Die Parteiführung darf sich nicht in eine Abhängigkeit der Regierung begeben. Die SPD-Führung muss stark und unabhängig bleiben."

Auf die Frage, wie er sich persönlich positionieren werde, sagte Stegner: "Das weiß ich noch nicht. Wir alle müssen das Ergebnis sacken lassen." Stegner wies auch darauf hin, dass die Ergebnisse der Kandidaten eng beieinander lagen: "Doch dafür, dass manche Kandidaten viel Rückenwind aus Parteiorganen hatten, sind die Stimmenunterschiede vergleichsweise klein. Der Führende Olaf Scholz hat gerade mal 22 Prozent." Für ihn selbst sei die Niederlage "okay". Es gehöre Mut dazu anzutreten, "und bei sechs kandidierenden Teams ist niemand gedemütigt worden".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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