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Bisky: Steinbrück-Bemerkung über Merkels fehlende Leidenschaft für Europa "blödsinnig"

Archivmeldung vom 05.08.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.08.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Lothar Bisky (2005)
Lothar Bisky (2005)

Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Europaabgeordnete und frühere langjährige Linken-Parteichef Lothar Bisky hat die Äußerung von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück über die angeblich fehlende Leidenschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für Europa als "einfach blödsinnig" bezeichnet. Steinbrück versuche sich in der "Abstempelung der Ossis auf Lebensdauer", sagte Bisky dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).

Die Ostdeutschen jedoch seien schon immer sehr verschieden gewesen, "einige wollten mehr nach Moskau, die anderen waren immer schon Richtung Westen orientiert". Schon zu DDR-Zeiten sei Europa "für die meisten eine große Chance und auch sehr nahe" gewesen. Bisky sagte, er kenne Merkel seit Ende 1989 - zeitgleich waren beide damals in die Politik gekommen. Die Kanzlerin sei zwar für ihn keine politische Freundin, sagte der Linken-Politiker. Aber "dass Europa ihr fern steht, halte ich für Quatsch".

Steinbrücks Vorwurf erklärte Bisky mit dessen fehlendem Verständnis für die neuen Länder: "Steinbrück, der kennt nichts von Ostdeutschland."

Lieberknecht: Steinbrück kennt Menschen und ihre Geschichte in den neuen Ländern nicht

Die Thüringer CDU-Landesvorsitzende und Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat die Äußerungen des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück zum Zusammenhang einer fehlenden Europa-Leidenschaft und der DDR-Sozialisation kritisiert: "Peer Steinbrück zeigt einmal mehr, dass er nicht nur die Bundeskanzlerin, sondern die Menschen in den neuen Ländern und ihre Geschichte nicht richtig kennt. Gerade die Bürgerinnen und Bürger aus der ehemaligen DDR haben mit Leidenschaft für Freiheit in einem friedlichen Europa gekämpft und davon profitiert. Umso mehr wissen sie das Projekt `Europa` zu schätzen", sagte Lieberknecht dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).

Kipping attackiert Steinbrück nach Äußerungen über Merkels ostdeutsche Herkunft

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nach dessen Äußerungen über die ostdeutsche Herkunft von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scharf angegriffen. Steinbrück hatte am Sonntag bei einer Veranstaltung in Berlin erklärt, Merkel mangele es an Leidenschaft für Europa, was sich aus ihrer ostdeutschen Sozialisation erkläre. Kipping sagte dazu in der "Saarbrücker Zeitung" (Dienstagausgabe): "Das ist eine Diffamierung, die aus den Abgründen des Kalten Krieges stammt." Der Satz sei eine "bodenlose Geschichtsfälschung". Kipping: "Wenn die Menschen im Osten vor 24 Jahren nicht auf die Straße gegangen wären, gäbe es heute östlich der Elbe kein EU-Land, und Herr Steinbrück könnte hier nicht herumlaufen und Wahlkampf machen." Die Ost-SPD müsse jetzt schnell klarstellen, ob sie Steinbrücks Thesen teile. "Peer Steinbrück beginnt hier eine Kampagne gegen den Osten, die sehr gefährlich ist." Die Wählerinnen und Wähler sollten ihm dafür am 22. September eine Quittung ausstellen, forderte die Linken-Chefin. "Wir verlangen eine Entschuldigung", sagte Kipping.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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