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CDU-Spitze stellt klar: "Nazis haben keinen Platz in der Partei"

Archivmeldung vom 17.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Angela Merkel steht mittlerweile nicht nur bei ihren Untergebenen in der Kritik (Symbolbild)
Angela Merkel steht mittlerweile nicht nur bei ihren Untergebenen in der Kritik (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Die CDU-Bundesspitze hat im Fall der früheren Neonazi-Verbindungen des sachsen-anhaltinischen Parteimitglieds Robert Möritz allen Landesverbänden am Montagabend eine Handlungsaufforderung geschickt. In der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegenden Mitteilung des Bundesgeschäftsführers Stefan Hennewig heißt es unter anderem: "Nazis haben keinen Platz in der CDU. Deshalb sind ALLE in der CDU in der Pflicht, sicherzustellen, dass totalitäres Denken in unseren Reihen ausgeschlossen ist."

Das habe auch die CDU in Sachsen-Anhalt für den Landesverband klargemacht. Jeder Mensch habe aber das Recht auf Erkenntnis und Besserung. Dazu, wie mit Möritz verfahren werden solle, äußerte sich Bundes-CDU in dem Schreiben aber nicht. Möritz selbst hatte erklärt, dass er sich von seiner Vergangenheit distanziere und sich als Persönlichkeit weiterentwickelt habe und auf dem Fundament der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stehe. Hennewig schreibt: "Wer politisch radikal war und sich zum Bruch mit dieser Szene entscheidet, den sollten wir bei diesem Weg unterstützen." Jeder Einzelfall sei dabei genau zu prüfen. Fehleinschätzungen müssten schnell zu Konsequenzen führen.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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