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Lammert ruft Merz-Anhänger zur Ruhe auf

Archivmeldung vom 17.12.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 17.12.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Norbert Lammert (2014), Archivbild
Norbert Lammert (2014), Archivbild

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat sich gegen Kritiker in seiner Partei gewandt, die nach der Niederlage von Friedrich Merz bei der Wahl zum Parteivorsitzenden nun von ernsthaften Differenzen in der Partei sprechen. "Ich verstehe nicht, dass einige derjenigen, die ihm ihre Stimme gaben, nun den Vorwurf erheben, er würde ausgegrenzt", sagte Lammert der "Welt am Sonntag".

Merz hätte vom Parteitag mit einem triumphalen Wahlergebnis in jede denkbare weitere Funktion gewählt werden könne, für die er kandidiert hätte, so Lammert weiter. Gleichzeitig kritisierte er Merz, dass er nach dem Parteitag nicht aktiv in der Partei mitarbeite. Die Partei habe sich gewünscht, dass er mit seiner profilierten Position nicht nur vom Rederecht Gebrauch macht, "sondern sich dafür auch in die Pflicht nehmen lässt", so Lammert. Denjenigen in der Partei, die sich als Kritik am Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einen Strategiewechsel gewünscht haben, hält Lammert entgegen: "Hätte sich Angela Merkel in den 18 Jahren ihrer Amtszeit konsequent an den Erwartungen der Parteimitglieder orientiert, wären wir schon längst nicht mehr an der Regierung", so der ehemalige Bundestagspräsident.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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