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Familienministerin Giffey will Stiftung für gesellschaftliches Engagement gründen

Archivmeldung vom 02.01.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.01.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kleingeld (Symbolbild): Stiftung mit fast keinem Kapital kann auch fast nichts unterstützen...
Kleingeld (Symbolbild): Stiftung mit fast keinem Kapital kann auch fast nichts unterstützen...

Bild: Jörg Brinckheger / pixelio.de

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will eine Stiftung für bürgerschaftliches Engagement ins Leben rufen. "Wir gründen im kommenden Jahr die Deutsche Engagement-Stiftung mit einem Startkapital von 32,5 Millionen Euro. Damit soll Engagement gerade auch in kleinen Vereinen im ländlichen Raum unterstützt werden", sagte Giffey der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Wir wollen mit der Stiftung über eine Engagement-Akademie Kurse anbieten, durch die wir das Ehrenamt stärken und befähigen."

Dabei gehe es darum, das Vereinsrecht besser kennenzulernen, zu erfahren, wie man Fördergelder organisiere, wie man eine Webseite baue oder die Kasse mache. Diese Kurse solle es auch als digitale Angebote geben. Die Stiftung soll auch Spenden entgegennehmen können. "Wir haben zum Beispiel gerade einen Fall, dass eine Familie fünf Millionen Euro für die Gedenkstättenpflege und die Erinnerungskultur von Jugendlichen spenden möchte. Das würde die Stiftung perfekt auffangen können", betonte Giffey.

Die Familienministerin fordert zudem eine höhere gesellschaftliche Anerkennung für ehrenamtliches Engagement. "In angelsächsischen Ländern haben Leute bessere Karrierechancen, die sich sozial engagieren. Ich appelliere ganz klar an die Personalverantwortlichen in der Wirtschaft, auch auf das Engagement von Bewerberinnen und Bewerbern zu schauen." Das solle nicht nur irgendein Eintrag unter Hobbys im Lebenslauf sein. Bürgerschaftliches Engagement sage viel mehr über eine Person aus. "Ich finde es gut, wenn solche Menschen auch bei der Vergabe von Jobs oder Studienplätzen etwas davon haben."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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