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Ramsauer will "Idiotentest" reformieren

Archivmeldung vom 05.10.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.10.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Peter Ramsauer Bild: bundestag.de
Peter Ramsauer Bild: bundestag.de

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer will noch im Herbst eine Arbeitsgruppe zur Reform des umstrittenen "Idiotentests" einsetzen. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf das Bundesverkehrsministerium. Wie "Bild" weiter schreibt, sollen Autofahrer schon in Kürze gegen ihrer Meinung nach willkürliche Testergebnisse vorgehen können. Bis neue bundeseinheitliche Regeln für die "Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU)" gelten, will Ramsauer im Internet ein Beschwerdeportal freischalten lassen. "Beschwerden landen dann direkt bei den Verantwortlichen", sagte der Minister gegenüber "bild.de".

Außerdem kündigte der CSU-Politiker bis zu einer MPU-Reform mit dem Ziel größerer Transparenz und von mehr Gerechtigkeit schärfere Kontrollen der Prüfungsabläufe durch die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) an. Experten sollen Gutachten der insgesamt 15 MPU-Träger (u.a. TÜV, Dekra) verstärkt stichprobenartig auf unzulässige Methoden und Fragestellungen überprüfen. Ramsauer zu "bild.de": "Wir wollen die Akzeptanz der MPU und damit die Verkehrssicherheit erhöhen. Im neuen Internetportal können Betroffene auch schnell und unkompliziert Informationen über die zuständigen Ansprechpartner finden."

Mit der inhaltlichen MPU- Reform soll die Arbeitsgruppe im Herbst loslegen. Geprüft wird laut "bild.de" , künftig Tonbandprotokolle der Psychologen-Interviews anzufertigen, um strittige Testergebnisse besser nachprüfen zu können.

Nach einer "bild.de" vorliegenden neuen Auswertung der BASt wurden 2011 insgesamt 99265 MPU-Tests durchgeführt. Mehr als jeder zweite "Idiotentest" (51596) bezog sich auf Alkohol-Auffälligkeit, jede fünfte MPU auf Drogen-/Medikamentenabhängigkeit. Nur acht Prozent der Fälle hatten einen verkehrsstrafrechtlichen Hintergrund (z.B. Rasen; Drängeln). In einem Prozent mußten sich Autofahrer aufgrund "körperlicher Mängel" einer MPU unterziehen. Die MPU kostet im Schnitt 750 Euro.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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