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Kinderschutzbund warnt Union und SPD vor "ökonomischer und sozialer Katastrophe"

Archivmeldung vom 31.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann/moshxl.de / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/moshxl.de / pixelio.de

Der Kinderschutzbund sieht trotz geplanter Verbesserungen von Union und SPD in der Bildungs- und Familienpolitik katastrophale Zustände auf Deutschland zukommen. "Die jetzige Kindergeneration wird im Erwachsenenalter nicht nur für ihre eigenen Kinder und all die vielen Rentner aufkommen müssen, sondern auch noch für circa ein Viertel ihrer Generation, die Leistungsempfänger sein werden. Das ist eine ökonomische und soziale Katastrophe", sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Union und SPD strebten im Vergleich zu allen vorherigen Koalitionsverhandlungen diesmal eine bessere Politik für Kinder an. Aber auch Bildungs- und Betreuungsangebote und Förderung einkommensschwacher Familien werde die Entwicklung nicht verhindern, dass etwa 25 Prozent der heutigen Kinder als Erwachsene auf Hilfen des Staates angewiesen sein werden. Hilgers Vorschlag: "Man könnte Bildungspaket, Sozialgeld und Kinderzuschlag abschaffen und dafür unbürokratisch und automatisch eine Kindergrundsicherung von 619 Euro monatlich auszahlen. Das wäre zwar insgesamt teurer als die jetzt geplanten Angebote - es wäre aber eine Zukunftsinvestition." Es sei eine "fürchterliche Legende", dass Eltern dieses Geld für die Kinder verprassen würden.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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