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Bezirksbürgermeister Neukölln: Viele Infektionen durch Hochzeiten

Archivmeldung vom 07.10.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 07.10.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Politische Logik zu Viren... (Symbolbild)
Politische Logik zu Viren... (Symbolbild)

Bild: Unbekannt / Eigenes Werk

Laut dem Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln, Martin Hikel (SPD), machen Groß-Hochzeiten mit türkischem oder arabischem Hintergrund offenbar einen erheblichen Anteil an sogenannten Corona-"Superspreader"-Ereignissen aus. "Das waren stadtweite Veranstaltungen. Die haben in Tempelhof stattgefunden, in Treptow, in Spandau", sagte er am Mittwoch der RTL/n-tv-Redaktion.

Und weiter: "Nach momentanem Stand waren es fünf große Hochzeiten und Veranstaltungen, die stattgefunden haben und jetzt den Bezirken in Gänze zu schaffen machen." Durch diese Groß-Feiern, aber auch durch Partys im kleineren Kreis, sei es zu einem "krassen Infektionsgeschehen" gekommen, sagte Hikel. Er forderte deswegen eine Limitierung von "zehn Menschen pro Veranstaltung".

Gerade für die Gesundheitsämter bedeute das einen großen Mehraufwand in der Kontaktnachverfolgung. Man könne davon ausgehen, dass pro Person zwischen 20 und 40 mögliche Corona-Kontakte nachverfolgt werden müssten, so der Bezirksbürgermeister. "Wenn wir auf dem Papier ca. 40 Infizierte haben, dann sind es bis zu 1.600 Kontakte, die da mit dranhängen. Das ist eine unheimlich große Zahl." Das binde in den Gesundheitsämtern enorm viele Ressourcen und mache die Situation so brisant. "Noch schaffen wir das, aber es wird immer schwieriger, je weiter das Infektionsgeschehen geht", warnte der SPD-Politiker.

Serap Güler (CDU), Staatssekretärin für Integration in Nordrhein-Westfalen, warnte im Zusammenhang mit türkisch-arabischen Groß-Hochzeiten vor einer Verallgemeinerung: "Ich sage ganz deutlich: Es ist kein ausschließliches Migrantenproblem." Dass man so einen milden Pandemieverlauf habe, führe nicht nur in der "Migranten-Community" dazu, dass man die Situation nicht mehr so ernst nimmt. "Schauen Sie sich die Partyszene in Berlin oder Hamburg an", sagte Güler der RTL/n-tv-Redaktion. "So eine normale Hochzeitsfeier, so eine türkische oder arabische, wo man gerne mit über 500 Leuten feiert – 1.000 Leute ist ja fast die normale Größe muss man fast sagen – dies ist heute nicht möglich." Jeder, der so groß feiern möchte, müsse entweder die Hochzeitsfeier verschieben oder im engsten Kreis feiern, so die CDU-Politikerin.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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