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Lauterbach und Scheer kandidieren für SPD-Vorsitz

Freigeschaltet am 12.07.2019 um 15:38 durch Andre Ott
Die SPD will immer bunter werden...
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Bild: SPD Sachsen

Die SPD-Umweltpolitikerin Nina Scheer und der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bewerben sich als Duo für den SPD-Vorsitz. "Ich glaube, dass wir einen Schwerpunkt setzen könnten, der unserer Partei guttäte", sagte Scheer dem "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe.

Man stehe "als Team für einen sozial-ökologischen Aufbruch", so die SPD-Umweltpolitikerin weiter. Lauterbach sagte, die beiden wollten "eine klar linkere" SPD. Die SPD müsse "wieder sozialdemokratischer werden, mit einer viel ehrgeizigeren Umweltpolitik, einer klareren Sozialpolitik", so der SPD-Gesundheitspolitiker weiter. Lauterbach und Scheer plädieren für einen Ausstieg aus der Großen Koalition.

"Ich glaube, wir haben kein Potenzial mehr, es gibt nicht mehr ausreichend Schnittmengen. Wir sind nach links gegangen, die Union ist nach rechts gegangen", sagte Lauterbach dem "Spiegel". Scheer sagte, die Koalition werde "drängenden Fragen unserer Zeit nicht gerecht", und nannte als Beispiel den Klimaschutz. "Deshalb müssen wir uns auf einen Weg jenseits der Großen Koalition vorbereiten", so die SPD-Politikerin weiter. Zudem begrüßte das Duo, dass Thilo Sarrazin nach der Entscheidung der Kreisschiedskommission Charlottenburg-Wilmersdorf nun aus der SPD ausgeschlossen werden könnte.

Auf die Frage, ob die beiden als SPD-Vorsitzende ebenfalls den Rauswurf Sarrazins betrieben hätten, antwortete Lauterbach: "Ja. Er verdankt der SPD alles und hat ihr dann maximal geschadet. Niemand von uns wird ihn vermissen." Wer sich gegen die Grundwerte der Partei stelle, "dessen Ausschluss wird zu Recht gefordert", sagte Scheer dem "Spiegel". Bewerber für den SPD-Vorsitz können noch bis zum 1. September ihre Kandidatur anmelden. Auch Einzelbewerbungen sind zulässig, allerdings werden Teams, in denen jeweils eine Frau vertreten sein muss, deutlich höhere Chancen eingeräumt. Um antreten zu können, müssen Kandidaten die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband haben.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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