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Wolfgang Bosbach (CDU): "Vielleicht nimmt sich Greta mal der Kassenbon-Pflicht an, dann ist das Thema durch!"

Archivmeldung vom 23.12.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.12.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
verschiedene Kassenbons
verschiedene Kassenbons

Foto: Ralf Roletschek
Lizenz: GFDL 1.2
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach kritisiert die geplante Kassenbon-Pflicht, die ab 1. Januar 2020 u.a. beim Bäcker gelten soll. Im RTL-Podcast "FRAGEN WIR DOCH!" sagt Bosbach: "Es genügt doch für den Nachweis, dass ich eine Kasse habe, die den Umsatz exakt speichert und die ich auslesen kann. Dafür muss ich nicht einen Bon ausdrucken, der im Zweifel sowieso entsorgt wird."

Bosbach: "Ich möchte nicht wissen, wie viele Bäume gefällt werden müssen - nur für das Papier, das anschließend irgendwo vergammelt." Der gelernte Lebensmittelkaufmann und ehemalige Supermarktleiter Bosbach fordert: "Vielleicht nimmt sich Greta mal der Kassenbon-Pflicht an, dann ist das Thema durch!"

Im großen RTL-Podcast-Interview zu Weihnachten spricht Wolfgang Bosbach über das, was ihn 2019 in der Politik geärgert hat und was er 2020 von der Politik erwartet. Über Schwarz-Grün: "Wir müssen aufpassen, dass diejenigen, die von Schwarz-Grün träumen, nicht unter Rot-Rot-Grün aufwachen. Schöne Grüße aus Bremen, dort sind die Grünen in die linke Richtung abgebogen!" Bosbach weiter: "Ich habe keine Beklemmungen vor Schwarz-Grün, ich wüsste nur gerne, was in einem solchen Koalitionsvertrag stehen würde, der sowohl von der Union als auch von den Grünen unterschrieben würde. Ich warne die Union vor weiteren Kurskorrekturen."

Über den Fortbestand der Großen Koalition: "Ich gehe davon aus, dass die Große Koalition die gesamte Wahlperiode halten wird. Die SPD-Mandatsträger wissen genau, dass ein Großteil von ihnen nach einem Ende der GroKo nicht in den Bundestag zurückkehren würde. Denn Neuwahlen würden nicht gut ausgehen für die SPD."

Über die Frage, was konservativ ist: "Wir sollten nicht dem Fortschritt im Wege stehen. Aber nicht alles, was unter Fortschritt verkauft wird, muss eine wirkliche Verbesserung der Lebensverhältnisse sein." Über eine linke SPD: "Ein Fehler. Warum soll man dann nicht gleich die Linkspartei wählen? Die Linke wird immer mehr fordern als die SPD es kann. Am erfolgreichsten war die SPD, als Gerhard Schröder 1998 Wähler aus der Mitte gewinnen wollte. Er hat die Agenda ja nicht aus Übermut beschlossen, sondern weil wir damals über fünf Millionen Arbeitslose hatten."

Über die SPD in der Regierung: "Sie hat als kleinerer Partner ein objektives Problem. Das Gute und Erfolgreiche geht mit der Kanzlerpartei nach Hause. Und was nicht so gut läuft, kann man nicht offensiv kritisieren, weil man selber Teil der Regierung ist. Das ist ein Dilemma." Über Versäumnisse in der Politik: "Die Politik muss mehr erklären. Wir belehren zu oft mit der Haltung 'Wir machen das schon richtig, vielleicht versteht Ihr nicht, warum wir eine gute Politik machen'. Ich bin überzeugt: Die Politik hat eine Bringschuld. Vom Gemeinderat bis zur Bundeskanzlerin."

Über Greta Thunberg: "Mittlerweile kippt bei mir die Stimmung. Zunächst habe ich gedacht, Respekt, tapfere junge Dame, die eine ganze Jugendbewegung initiiert hat. Doch wenn mittlerweile aus ihrer Bahnfahrt ein Hype entsteht, der größer ist als der Wirbel um die bescheidenen Ergebnisse der Weltklimakonferenz von Madrid, dann verstehe ich das nicht mehr." Über das, was ihn 2019 in der Politik geärgert hat: "Ich habe mich über die Parteien geärgert, die sich viel zu sehr mit sich selber beschäftigt haben und zu wenig mit wirklich wichtigen Fragen."

Über das, was er sich 2020 von der Politik erhofft: "Wir sollten wieder an den Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher und sozialer Leistungsfähigkeit unseres Landes denken. Ich war erstaunt, mit welcher Gelassenheit es Politik, aber auch Medien hingenommen haben, dass wir knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt sind." Über das, worauf er sich 2020 freut: "Es ist schade, dass Papa nicht mehr der wichtigste Mann in ihrem Leben ist, aber ich freue mich am 23. Mai 2020 auf die Hochzeit meiner Jüngsten. Vielleicht werde ich ja in absehbarer Zeit Großvater. Das wäre eine große Freude."

Quelle: MAASS-GENAU - Das Medienbüro (ots)


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