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Energieminister Lies: Auf dauerhaften Stopp der Gas-Lieferungen aus Russland einstellen

Archivmeldung vom 14.07.2022

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.07.2022 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
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Bild: ediathome / pixelio.de

Nach dem Start der angekündigten Wartung der Pipeline Nord Stream 1 fließt vorläufig kein russisches Gas mehr durch die Leitung nach Deutschland. Laut Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) muss man sich darauf einstellen, dass das auch so bleibt. Der SPD-Politiker sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir müssen damit rechnen, dass nach Ende der Wartungsarbeiten gar kein Gas mehr aus Russland kommt. Genau auf dieses Szenario müssen wir uns in Deutschland vorbereiten."

Sollte Russland die Lieferung doch wiederaufnehmen, werde das Gas genutzt, um die Speicher für den kommenden Winter zu füllen. "Aber wir dürfen uns da auf nichts mehr verlassen. Deutschland darf sich nicht weiter abhängig von der Willkür eines Despoten im Kreml machen", so Lies.

Der Minister sieht in Russland keinen zuverlässigen Geschäftspartner. Kein Unternehmen würde bei einem solchen Verhalten Verträge schließen wollen. "Das gilt genauso für Russland und den Staatskonzern Gazprom. Vertrauen und Berechenbarkeit sind die Grundprinzipien guter Zusammenarbeit. Das sehe ich derzeit an keiner Stelle."

Lies rief zu gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen auf, um möglichst schnell unabhängig vom russischen Gas zu werden. "Das kann gelingen, indem wir Gas sparen, die ersten Importterminals für LNG schnell fertigstellen und erneuerbare Energien möglichst zügig ausbauen", sagte Lies. "Der durchschnittliche Haushalt ist in der Lage, 20 Prozent seines Gasverbrauchs zu reduzieren. Jeder sollte prüfen, was er leisten kann, jeder muss seinen Teil beitragen." Das gelte auch für die Industrie sowie die Verwaltungen. So arbeite das Land Niedersachsen "unter Hochdruck" daran, wie in seinen eigenen Gebäuden Energie gespart werden könne.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)


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