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NRW-AfD-Chef bezeichnet Höckes "Der Flügel" als Gefahr

Archivmeldung vom 01.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Helmut Seifen (2018)
Helmut Seifen (2018)

Bild: AfD Deutschland

Der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende Helmut Seifen hat die in Teilen extremistische Sammelbewegung "Der Flügel" des thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke als eine "Gefahr" bezeichnet.

"Der Flügel verhält sich wie eine Partei in der Partei, indem er Obleute in allen Landesverbänden hat, dort Spenden für seine Zwecke sammelt und sogar einen eigenen Fanshop betreibt. Der Flügel stellt deshalb eine Gefahr dar, weil er weder demokratisch legitimiert noch demokratisch kontrollierbar ist", sagte Seifen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). Höcke selbst sieht Seifen auf einem "grundlegend falschen Weg", er habe eine "schwarmgeistige Vorstellung" von Politik.

"Schwarmgeister können auch überaus gewalttätig werden", so Seifen weiter. "Das zeigte sich bei den spätmittelalterlichen Erweckungsbewegungen, bei der Französischen Revolution, im Stalinismus und Nationalsozialismus", so der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende. Ein "Schwarmgeist" sei also "kein harmloses Wesen". Innerhalb seiner Partei sieht Seifen eine wachsende Kritik an Höckes Sammelbewegung "Der Flügel". Dieser stehe "massiv in der Kritik. Einen vergleichbaren Vorgang gab es in der AfD noch nie zuvor", so der AfD-Politiker. Über den Konflikt mit seinem Co-Landesvorsitzenden Thomas Röckemann, der Höckes Flügel zugeordnet wird, sagte Seifen: "Wenn wir eine in sich konsistente Politik betreiben wollen, brauchen wir einen Landesvorstand, der einheitlich agiert." Diesen Wunsch könnten "nur unsere Mitglieder mit der erforderlichen Mehrheit durchsetzen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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