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Haseloff: Ost-West-Unterschiede auch noch in 100 Jahren spürbar

Archivmeldung vom 25.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de
Bild: Lisa Spreckelmeyer / pixelio.de

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sieht Deutschland weiterhin als ein in vielen Bereichen juristisch geteiltes Land. Die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland würden auch noch in 100 Jahren spürbar sein, sagte der CDU-Politiker bei einer Diskussionsveranstaltung der "Zeit"-Stiftung, der "Zeit im Osten" und der Universität Leipzig. Die Wirtschaftsleistung zwischen Bayern und Norddeutschland unterscheide sich um zehn Prozent, das Verhältnis zwischen dem Westen und dem Osten des Landes hingegen sei zwei zu eins.

Dieses Missverhältnis werde "sich nicht von allein ändern", dabei seien gleiche Lebensbedingungen ein Verfassungsgebot. Daneben gebe es auch Mentalitätsunterschiede, die durch die unterschiedliche Sozialisation in der DDR und in der Bundesrepublik bedingt seien, sagte der Ministerpräsident. So sei es in der DDR schwer möglich gewesen, reich zu werden, sodass andere Werte eine größere Bedeutung gehabt hätten. Daran könnten sich auch die Westdeutschen ein Vorbild nehmen, so Haseloff: "Es wäre gut für die Westdeutschen, wenn sie nicht so bleiben würden, wie sie sind".

Karola Wille, Intendantin des MDR, ergänzte: "Wir brauchen eine neue Wertschätzung der Lebensleistung Ostdeutscher." Martin Machowecz, Büroleiter der "Zeit im Osten", sieht "ein neues ostdeutsches Selbstbewusstsein", obwohl Ostdeutsche in Führungspositionen weiterhin deutlich unterrepräsentiert seien. Lars Vogel, Politikwissenschaftler an der Universität Leipzig, sprach sich für eine Ost-Quote aus. Sie könne "eine Maßnahme unter vielen sein, das Ungleichgewicht zu verringern". Die Teilnehmer der Diskussionsveranstaltung waren sich in der Diagnose einig, dass sich Eliten immer aus sich selbst rekrutierten, Westdeutsche also eher Westdeutsche befördern würden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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