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Thyssenkrupp gerät ins Visier von Spekulanten - DGB und DSW fordern Konsequenzen

Archivmeldung vom 29.11.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.11.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kredithai / Halsabschneider / Wucherer / Bank / Zinsknechtschaft / Meudalismus (Symbolbild)
Kredithai / Halsabschneider / Wucherer / Bank / Zinsknechtschaft / Meudalismus (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Thyssenkrupp ist ins Visier von Spekulanten geraten, die auf fallende Aktienkurse setzen. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung unter Berufung auf den Bundesanzeiger, in dem derzeit sogenannte Leerverkäufe mit einem beträchtlichen Volumen verzeichnet sind.

"Es ist auffällig, dass sich bei Thyssenkrupp in den vergangenen Wochen die Leerverkäufe häufen", sagte Thomas Hechtfischer von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Unter Berufung auf Bankenkreise berichtet die WAZ, dass sich derzeit rund zehn Prozent der Thyssenkrupp-Aktien in Händen entsprechender Spekulanten befinden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) blickt mit Sorge auf das Vorgehen der Investoren. "Leerverkäufe sind höchst problematisch", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der WAZ.

"Sie haben keinen volkswirtschaftlichen Nutzen, sondern dienen einzig und allein den Spekulanten, die auf fallende Kurse setzen." Auch Aktionärsschützer Hechtfischer sieht Leerverkäufe kritisch. "Unternehmenskrisen können sich durch diese Art der Spekulation erheblich verschärfen", sagte Hechtfischer. "Wenn ein Akteur ein Interesse an fallenden Kursen hat, liegt es nahe, auf einen Absturz von Aktien hinzuwirken, möglicherweise durch gezieltes Schlechtreden oder das Schüren von Zweifeln am Unternehmen. Dann wirken Leerverkäufe wie Brandbeschleuniger." Hechtfischer regte eine stärkere Regulierung von Leerverkäufen an. So könnten Aktien, die über ein bestimmtes Maß hinaus abstürzen, automatisch für eine gewisse Zeit vom Handel ausgesetzt werden.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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