Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Politik Spahn: Altenpfleger sollten mindestens 2.500 Euro verdienen

Spahn: Altenpfleger sollten mindestens 2.500 Euro verdienen

Archivmeldung vom 19.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 19.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Michael Staudinger / pixelio.de
Bild: Michael Staudinger / pixelio.de

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will, dass Altenpfleger in Deutschland mindestens 2.500 Euro im Monat verdienen. "Die teilweise niedrigen Löhne passen überhaupt nicht zu einem Beruf, für den wir so viel mehr Nachwuchs brauchen", sagte Spahn dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Zu viele Pflegekräfte lägen heute mit ihrem Einkommen spürbar darunter. An diesem Mittwoch soll das Bundeskabinett grünes Licht für das "Pflegelöhneverbesserungsgesetz" von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) geben. "Arbeitsminister Heil hat meine volle Unterstützung. Wir wollen die Arbeit von Pflegekräften mehr wertschätzen", sagte Spahn. "Mein Ziel ist es, dass Pflegekräfte in Deutschland mindestens gute 2.500 Euro im Monat verdienen."

Für dieses Ziel lege das Gesetz die Grundlage. Heils Gesetzentwurf sieht Änderungen vor, die den Widerstand der privaten Pflege-Arbeitgeber gegen einen flächendeckenden Tarifvertrag aushebeln sollen. Dazu soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass gemeinnützige Pflegeanbieter wie die Arbeiterwohlfahrt sowie kirchliche Träger mit der Gewerkschaft Verdi einen Tarifvertrag vereinbaren, der dann vom Arbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt werden könnte.

Damit würde er für die gesamte Branche gelten. Der Chef des Arbeitgeberverbandes der privaten Pflegeanbieter, Rainer Brüderle, sprach von einem "Tarifautonomieaushebelungsgesetz". Er sagte dem RND, schon heute stiegen die Löhne in der Altenpflege stärker als alle Löhne. Wenn das der Bundesregierung nicht reiche, könne sie selbst handeln. "Sie könnte zum Beispiel die vom Bundesgesundheitsministerium selbst errechneten fünf Milliarden Euro, die höhere Löhne kosten würden, jährlich der Pflege zur Verfügung stellen", sagte er. Das Geld dürfe dann nur für höhere Löhne verwendet werden. "Das würde die Pflegebedürftigen entlasten, wäre treffsicher und die Finanzierung läge weiter bei der Bundesregierung, die das Geld organisieren muss", so der frühere FDP-Politiker weiter.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Anzeige:
Videos
Bild: Harmony United Ltd
Das Harmony Kopfhörer-Set
Bild: Timo Klostermeier / pixelio.de
Was der Öffentlichkeit über Kohlendioxid (CO₂) verschwiegen wird
Termine
LUBKI Basiskurs „Der Junge Krieger“
01277 Dresden
22.11.2019
LUBKI Kurs „Zulassung“
01277 Dresden
23.11.2019 - 24.11.2019
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:

Anzeige