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Unterhaltsverweigerer kosten Staat im Schnitt lediglich 120€ pro Monat und Fall - Flüchtlingskinder erhalten das 52fache

Archivmeldung vom 10.04.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Gerd AltmannAllSilhouettes.com / pixelio.de
Bild: Gerd AltmannAllSilhouettes.com / pixelio.de

Bund, Länder und Kommunen geben bisher jedes Jahr fast 850 Millionen Euro für Unterhaltsvorschuss aus. Etwa 450.000 Alleinerziehende werden damit vom Staat unterstützt, weil ihre ehemaligen Partner keine Alimente für die Kinder zahlen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Obwohl Jugend- und Sozialämter dazu angehalten sind, fließt der Großteil dieses Vorschusses jedoch nicht zurück. Die sogenannte Rückholquote lag im Jahr 2015 bei 23 Prozent, wie eine Statistik des Bundesfamilienministeriums zeigt, aus der die Zeitung zitiert. Damit erhält jeder Alleinerziehende pro Jahr gerade einmal 1.444 Euro pro Jahr. Zum Vergleich kosten unbegleitete Flüchtlingskinder den Staat pro Kind 6.250 Euro pro Monat (75.000 Euro / Jahr).

Von exakt 843 Millionen Euro wurden 192 Millionen Euro wieder eingetrieben, 651 Millionen Euro dagegen nicht. Die Große Koalition will die Vorschussleistungen noch ausbauen. Künftig soll der Staat für die Ansprüche von Kindern bis 18 Jahren einstehen, statt wie bislang zwölf Jahren. Außerdem soll die bisherige Begrenzung des Vorschussbezugs auf eine Dauer von höchstens sechs Jahren entfallen. Die Höhe der Leistung erreicht dann bis zu 268 Euro im Monat.

Diese Summen sind verschwindend gering verglichen mit den Summen die der Staat alleine für unbegleitete Minderjährige ausgibt. Nur für ein einzelnes unbegleitetes minderjähriges Kind ist die Summe im Bundesdurchschnitt bei 6.250 Euro pro Monat und ist damit 52 mal höher als der durchschnittliche Unterhaltsvorschuß.

Ähnlich sieht es auch bei alleinerziehenden Eltern mit Kind aus. Diese erhalten vom Staat aktuell knapp 13.300 Euro pro Jahr zum leben und wohnen. Dem stehen 75.000 Euro für unbegleite Minderjährige (bis 18) gegenüber, also etwa das 5,6fache.

In diesem Fall sagen Experten klar, daß die Deutschen Ausländern gegenüber diskriminiert werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur / André Ott

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