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Scholz will keine weitere Große Koalition

Archivmeldung vom 31.10.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.10.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages (2018)
Scholz bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages (2018)

Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat seine Zusage erneuert, die SPD nicht abermals in ein Regierungsbündnis mit der Union zu führen. "Deutschland braucht eine Regierung ohne CDU und CSU. Man merkt doch, wie die Union wie Mehltau über der Republik liegt", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung".

Trotz schlechter Umfragewerte für die SPD verteidigte der Vizekanzler das Vorhaben seiner Partei, einen Kanzlerkandidaten aufzustellen. "Alle Umfragezahlen belegen, wie volatil die politische Lage in Deutschland ist, wie rasch sich Zustimmungsraten verändern können", sagte er. Wenn man zusammenhalte und "mit geradem Rücken auf den Platz" gehe, habe man "alle Chancen im Bund", so der Finanzminister weiter. Scholz, der sich mit seiner Team-Partnerin Klara Geywitz im Wettbewerb um den SPD-Parteivorsitz befindet, betrachtet sich selbst als aussichtsreichen Kandidaten. Spitzenpolitiker seiner Partei würden in Umfragen sehr gut bewertet. "Auch ich stehe ziemlich weit vorne", sagte er.

"Auch den direkten Vergleich mit Frau Kramp-Karrenbauer oder Herrn Habeck muss ich nicht scheuen", sagte der Vizekanzler mit Blick auf mögliche Kandidaten aus anderen Parteien. Allerdings habe die Partei zunächst ihre neue Spitze zu wählen. "Eines nach dem anderem", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung". Er stellt den Mitgliedern im Falle seines Sieges in der anstehenden Stichwahl ein Ende des Abwärtstrends in Aussicht und verweist auf seine Erfolge als Wahlkämpfer: Seine Team-Partnerin und er stünden für eine SPD, "die sich etwas zutraut", so der SPD-Politiker.

Ihn erinnere die Situation "etwas an den Herbst 2009, als ich den Vorsitz der Hamburger SPD übernahm, die in keinem guten Zustand war. Zwei Jahre später holten wir die absolute Mehrheit bei der Bürgerschaftswahl, vier Jahre später 46 Prozent", sagte Scholz. Einen solchen Sprung nach vorne wollten sie der Bundespartei nicht zusagen. "Aber wir trauen uns einen Aufbruch zu, der die SPD stärkt", so der Finanzminister weiter. Die bisherige Arbeit in der Bundesregierung verteidigte er. "Dass die Koalition viele Vorhaben umgesetzt hat, sagen sogar Kritiker", erklärte Scholz. Gegen Angriffe verteidigt er auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) hatte nach der Landtagswahl in Thüringen das Erscheinungsbild der Bundesregierung als "grottenschlecht" bezeichnet und Merkel heftig attackiert. Der Vizekanzler nannte dieses Verhalten "unangemessen" und erklärte: "Es spricht nicht für jemanden, wenn einfach faktenfrei rumgepöbelt wird", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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