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CDU-Vorstandsmitglied und Laschet-Vertraute Serap Güler: "Armin Laschet hat einen Fehler gemacht"

Archivmeldung vom 18.10.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.10.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Serap Güler (2018)
Serap Güler (2018)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Serap Güler zum Ergebnis der Wahl in der Türkei am 25.06.18" / Eigenes Werk

Serap Güler, Mitglied im Bundesvorstand der CDU und enge Vertraute des Parteivorsitzenden Armin Laschet, hat diesem einen entscheidenden Fehler im Bundestagswahlkampf bescheinigt. "Nachdem er zum Parteivorsitzenden wurde, hätte er direkt klar machen müssen, dass er Kanzlerkandidat der Union wird", sagte Güler dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Güler weiter: "Aber in der Hoffnung, sich mit der CSU und damit Markus Söder einigen zu können, wurde die Entscheidung verschoben. Da hat Armin Laschet einen Fehler gemacht."

Das, was sie so besonders an Armin Laschet schätze, sei zu einem entscheidenden Zeitpunkt seine größte Schwäche gewesen. Gleichzeitig sei es auch seine Stärke: "Kompromisse zu suchen und unterschiedliche Position zu vereinen. Auch deshalb wäre er ein guter Kanzler gewesen", sagte Güler, Bundestagsabgeordnete für Leverkusen und Köln-Mülheim, der Zeitung weiter.

Über ihre politische Zukunft mache sie sich keine Sorgen, sagte Güler, auch wenn ihr großer Förderer bald keine große Rolle mehr in der CDU spiele. "Mit meinen 41 Jahren gehöre ich zu der Generation, nach der gerade gerufen wird", sagte die CDU-Politikerin. "Ich habe mir in den letzten Jahren innerhalb der Partei etwas erarbeitet und aufgebaut. Ich werde auch in Zukunft zu denjenigen gehören, die mehr Verantwortung übernehmen. Mein parteipolitischer Weg hat mit Armin Laschet angefangen, aber mir war natürlich klar, dass das nicht auf ewig so weitergehen wird. Ich kann meinen Weg auch alleine gehen."

Güler kritisierte außerdem, dass immer wieder Details aus vertraulichen Runden von Teilen ihrer Partei an die Medien weitergegeben würden. Alle würden meckern, aber trotzdem passiere es weiter, so Güler: "Dass Leute aus der Partei Details aus den ersten Gesprächen mit FDP und Grünen an die Presse durchgestochen haben, war der größte Fehler nach der Wahl."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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