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Land kündigt European Homecare im Streit um die Flüchtlingsunterkunft Sankt Augustin

Archivmeldung vom 24.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
European Homecare Eingangsschild
European Homecare Eingangsschild

Bild: Eigenes Werk /OTT

Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Zusammenarbeit mit dem privaten Flüchtlingsheim-Betreiber European Homecare (EHC) in der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) Sankt Augustin wegen eines Streits um die Betreuungsqualität gekündigt. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung "Das Vertragsverhältnis wurde wegen anhaltender Differenzen über den Betrieb beendet", bestätigte eine Sprecherin der zuständigen Bezirksregierung Köln der WAZ.

Das Essener Unternehmen wurde internen Unterlagen zufolge mehrfach abgemahnt, weil Personalschlüssel in der Sozialbetreuung der Asylbewerber nicht eingehalten, Belegungslisten und Gesundheitsdokumentationen fehlerhaft geführt und Hygienestandards missachtet worden seien.

2014 geriet EHC in Negativschlagzeilen, als Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstleisters in der Einrichtung Burbach einen Flüchtling misshandelten. Nach dem Skandal wurden Aufsicht und Betreuungsstandards nachgebessert. Landesweit unterhält NRW aktuell 32 Zentrale Unterbringungseinrichtungen, die Asylbewerber bis zur Klärung des Bleiberechts betreuen sollen.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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