Richterwahl: FDP wirft Union und SPD Planlosigkeit vor
Archivmeldung vom 12.07.2025
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Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
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Der Vorsitzende der FDP, Christian Dürr, hat sich verärgert gezeigt über die Art und Weise der Absage der Wahl von Verfassungsrichtern an diesem Freitag. "Die Wahl von Verfassungsrichtern ist im Grundgesetz so angelegt, dass eine Zweidrittelmehrheit und damit eine möglichst breite, überparteiliche Mehrheit gewährleistet ist", sagte er dem Online-Angebot des Senders ntv am Freitag.
"Union und SPD sind offenbar völlig planlos vorgegangen. Mich ärgert,
dass sie damit großen Schaden angerichtet und das Vertrauen in die
Richterwahl beschädigt haben."
Nachdem sich der
Richterwahlausschuss mit einer Zweidrittelmehrheit auf die von der
Regierungskoalition vorgeschlagenen drei Kandidaten für das
Bundesverfassungsgericht geeinigt hatte, zog Unionsfraktionschef Jens
Spahn (CDU) am Freitagvormittag die Unterstützung für eine Kandidatin
zurück. Daraufhin wurde die Wahl für alle drei zu vergebenden
Richterposten vertagt.
Quelle: dts Nachrichtenagentur