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Bundesbank hält Wohnimmobilien für überteuert

Freigeschaltet am 22.02.2021 um 12:07 durch Sanjo Babić
Logo von Deutsche Bundesbank
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Die Bundesbank hält Wohnimmobilien in Deutschland weiterhin für überteuert. "Aktuellen Schätzergebnissen zufolge lagen die Preise in den Städten nach wie vor zwischen 15 Prozent und 30 Prozent über dem Wert, der durch demografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist", heißt es im Monatsbericht Februar, der am Montag veröffentlicht wurde.

Das Wort "Immobilienblase" nimmt die Bundesbank dabei nicht in den Mund, sondern spricht von "markanten Preisübertreibungen", die auf den städtischen Wohnungsmärkten 2020 im Zuge der Coronavirus-Pandemie sogar noch etwas zugenommen hätten. Das Kaufpreis-Jahresmiete-Verhältnis bei Wohnungen übertraf dabei seinen langjährigen Mittelwert seit der Wiedervereinigung in Städten um gut 25 Prozent und in den sieben Großstädten um gut 35 Prozent. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Pandemie "womöglich in gewissem Umfang die Wohnraumnachfrage steigerte". Der Stellenwert von Wohneigentum habe sich in den Konsumplänen der privaten Haushalte aufgrund der Einschränkungen "dauerhaft erhöht".

Darüber hinaus blieben Wohnimmobilien offenbar eine attraktive Anlageform im Niedrigzinsumfeld, zumal sich die Finanzierungskonditionen noch ein- mal verbesserten. Die bereits zuvor historisch niedrige durchschnittliche Rate für Hypothekendarlehen ermäßigte sich in 2020 weiter auf 1,3 Prozent, so die Bundesbank. Unterdessen wurde die Ausweitung des Wohnraumangebots im vergangenen Jahr durch die Coronavirus-Pandemie nicht gravierend beeinträchtigt. Das zusätzliche Angebot dürfte nach Schätzung der Bundesbank in 2020 den Zuwachs des Vorjahres, als gut 290.000 Wohnungen fertiggestellt worden waren, übertroffen haben. Auch die Zahl der Baugenehmigungen war im letzten Jahr mit schätzungsweise mehr als 350.000 Einheiten überdurchschnittlich. Selbst in den Monaten mit pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen blieb die Zahl der erteilten Genehmigungen stabil, so die Bundesbank.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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