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Güler hält Klagen, dass in Migrantenhaushalten zu wenig Deutsch gesprochen werde, für übertrieben

Archivmeldung vom 16.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Serap Güler (2018)
Serap Güler (2018)

Bild: Screenshot Youtube Video: "Serap Güler zum Ergebnis der Wahl in der Türkei am 25.06.18" / Eigenes Werk

NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler (CDU) hält die Klagen darüber, dass Kinder von Migranten zu Hause zu wenig Deutsch sprechen, für übertrieben. "Wenn jedes fünfte Kind zu Hause nur Englisch sprechen würde, hätten wir diese Debatte nicht, die sich auch ausschließlich auf Migranten fokussiert", sagte Güler im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

Güler weiter: "Ich habe zu Hause auch kein Deutsch gesprochen und dafür bin ich meinen Eltern heute dankbar, da ich so wenigstens Türkisch lernen konnte." Mehrsprachigkeit sei "kein Manko, es ist ein Gewinn". Im Übrigen gebe es auch deutsche Familien, "in denen die Erziehung des Kindes hauptsächlich das iPad oder Netflix übernehmen und mit den Kindern kaum gesprochen wird. Wir müssen uns also insgesamt stärker Gedanken machen, wie wir Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen besser in ihrem Bildungsweg unterstützen."

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)


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